Borghorster Stiftskreuz-Deal
„Von Zahlung nichts gewusst“

Steinfurt/Münster -

Überraschende Neuigkeit aus dem Stiftskreuz-Prozess: Der 100.000-Euro-Deal, der das Borghorster Stiftskreuz zurückgebracht hat, wurde ohne Wissen des Bistums eingefädelt. 

Donnerstag, 23.03.2017, 01:03 Uhr

Der 100 000-Euro-Deal brachte das Borghorster Stiftskreuz zurück. Ohne Wissen des Bistums.
Der 100 000-Euro-Deal brachte das Borghorster Stiftskreuz zurück. Ohne Wissen des Bistums. Foto: dpa

Gezahlt hat die Summe, die über einen Anwalt an einen Unbekannten weitergereicht wurde, die Provinzial Rheinland , wie ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage bestätigte.

Stephan Kronenburg , Sprecher des Bistums Münster , betonte gegenüber dieser Zeitung, dass „wir nichts von der Zahlung gewusst haben“. Bei der Präsentation des wiedererlangten Reliquiars Mitte Februar hatte der Anwalt, der mit der Rückführung betraut war, noch behauptet, eine Lösegeldzahlung ­habe es nicht gegeben.

Wie er am Mittwoch erläuterte, sei er von der Provinzial-Versicherung verpflichtet worden, die 100 000 Euro zu verschweigen, um keine Trittbrettfahrer auf den Plan zu rufen.

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