Stiftskreuz
Schon wieder Überraschung im Prozess: Anwalt unter Verdacht

Münster/Steinfurt -

Schon wieder gibt es eine Überraschung im Stiftskreuzprozess. Dieses Mal steht der Anwalt des Angeklagten im Visier der Ermittlungen.

Dienstag, 28.03.2017, 10:03 Uhr

Stiftskreuz : Schon wieder Überraschung im Prozess: Anwalt unter Verdacht
Schon wieder eine Überraschung im Stiftskreuzprozess: Jetzt steht der Anwalt unter Verdacht. Foto: dpa

Im Stiftskreuzprozess steht jetzt auch der Anwalt des Angeklagten unter Verdacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen eines Anfangsverdachts der Begünstigung. Das wurde heute Morgen während eines neuen Verhandlungstages bekannt.

Hintergrund ist eine Lösegeldzahlung in Höhe von 100.000 Euro, die ein Anwalt des Bistums und ein Vertreter der Provinzial-Versicherung dem Anwalt übergeben hatten. Bei der Geldübergabe in Bremen hatte der Anwalt das Geld entgegengenommen und offenbar einer weiteren, unerkannt gebliebenen, Person weitergegeben.

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Unterbrechung der Sitzung im Landgericht

Anschließend übergab er dem Anwalt des Bistums und dem Versicherungsvertreter das Kreuz. Nachdem die Ermittlungen gegen den Anwalt bekannt wurden, wurde die Sitzung im Landgericht Münster unterbrochen.

Das Borghorster Stiftskreuz ist wieder da

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  • Da strahlt der Bischof: Am Freitagmorgen präsentierte Felix Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf einem Tisch mit weißer Tischdecke platzierte Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Axel Roll
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
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  • Foto: Gunnar A. Pier
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  • Pünktlich um 9.45 Uhr kam Bischof Genn am Freitagmorgen mit dem Stiftskreuz herein.

    Foto: Gunnar A. Pier
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  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf einem Tisch mit weißer Tischdecke platzierte Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Axel Roll
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  • Foto: Axel Roll
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Unter anderem wollte sich der verdächtigte Anwalt mit seinem Kollegen beraten, ob er den Angeklagten weiter vertreten kann und soll. Geklärt werden muss auch, ob die Staatsanwaltschaft weiter ermittelt. Da das Lösegeld in Bremen übergeben worden ist, könnte auch die Bremer Behörde zuständig sein.

Zeitablauf

► 22. März 2008, Ostern: Das Stiftskreuz wird feierlich von der nicht zugänglichen Stiftskammer in die diebstahlgesicherte Vitrine in der Nikomedes­kirche überführt.

► 29. Oktober 2013: Um die Mittagszeit fahren drei Diebe vor, hebeln den Glastresor auf und stehlen das wertvolle Reliquiar. Sie flüchten in einem Mercedes mit Bremer Kennzeichen.

► 19. November 2013: Die Polizei hat die Namen der Verdächtigen ermittelt. Zuvor hatte das Bistum eine Belohnung von 50 000 Euro ausgesetzt, die Festnahme lässt aber noch über ein Jahr auf sich warten.

► 8. Juli 2015: Der Prozess gegen die drei Hauptverdächtigen wird vor dem münsterischen Landgericht eröffnet. Mitte Oktober das Urteil: Die drei Männer werden zu viereinhalb und fünf Jahren Haft verurteilt.

 ► 21. September 2016: Die Polizei nimmt in Bremen den mutmaßlichen Auftraggeber für den Stiftskreuzdiebstahl fest.

► 14. Februar 2017: Nach über einem Jahr Verhandlungen ist das Kreuz wieder da. (ar)

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