Nach Bahn-Unfall in Dortmund
Erhebliche Schäden an Infrastruktur: Mindestens zwei Wochen Störungen

Dortmund -

Nach dem ICE-Unfall in Dortmund kehrt langsam wieder Normalität am Hauptbahnhof ein. Die Wagen sind geborgen, die Suche nach der Ursache dauert an. Allerdings läuft der Zugverkehr noch nicht rund.

Mittwoch, 03.05.2017, 19:05 Uhr

In Geduld üben mussten sich auch gestern Bahnreisende in Dortmund: Der Nahverkehr bleibt mindestens für zwei Wochen eingeschränkt.
In Geduld üben mussten sich auch gestern Bahnreisende in Dortmund: Der Nahverkehr bleibt mindestens für zwei Wochen eingeschränkt. Foto: dpa

Bahnreisende müssen sich nach dem ICE-Unfall in Dortmund  noch mindestens zwei Wochen auf Beeinträchtigungen einstellen. Das hat die Deutsche Bahn am Mittwoch in Düsseldorf mit­geteilt. Wie berichtet, waren am Montag zwei Wagen des ICE 945 von Düsseldorf nach Berlin vor der Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof entgleist.

Auch wenn die Experten der DB Netz AG derzeit noch mit der Bestandsaufnahme beschäftigt sind, steht doch inzwischen fest, „dass die Schäden an den Weichen erheblich sind“, ­teilte die Bahnsprecherin für NRW, Kirsten Verbeek , mit.

ICE in Dortmund entgleist

1/13
  • Zwei Schwerlastkräne werden im Hauptbahnhof in Dortmund zur Bergung eines entgleisten ICE eingesetzt.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der Unfall des ICE auf dem Dortmunder Hauptbahnhof am 01.05.2017 hat auch am Tag darauf für viele Störungen im Berufsverkehr gesorgt.

    Foto: Bernd Thissen
  • Bei der Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof ist am 01.05.2017 ein ICE der Deutschen Bahn entgleist.

    Foto: Bundespolizei NRW/dpa
  • Ein Sprecher des Unternehmens sagte, aus noch unbekannter Ursache seien die letzten beiden Wagen aus dem Gleis gesprungen.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Zwei Personen wurden leicht verletzt.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Der Dortmunder Hauptbahnhof wurde komplett gesperrt.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Am Montagabend wurden einige Gleise dann wieder freigegeben. Es kommt dennoch weiterhin zu vermehrten Zugausfällen.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Der ICE 945 war in Düsseldorf gestartet und sollte nach Berlin bis zum Bahnhof Gesundbrunnen fahren.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Ermittler des Eisenbahnbundesamtes und der Bundespolizei begeben sich auf Ursachensuche.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Der Schaden an dem Zug und an den Gleisen ist erheblich.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Das Zugunglück geschah um 18.46 Uhr bei der Einfahrt zum Gleis 10 in Dortmund vor den Augen der Wartenden.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Zum Unfallzeitpunkt befanden sich 152 Reisende im Zug.

    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Der verunglückte Zug soll mit Spezialkränen geborgen werden.

    Foto: Marcel Kusch, dpa

Eingeschränkter Zugverkehr

„Mindestens sechs Weichen müssen voraussichtlich vollständig erneuert werden“, erklärte Verbeek. Zwei weitere seien zu reparieren. Hinzu kämen Schäden an der Leit- und Sicherungstechnik sowie am Oberbau.

Der Austausch der Weichen führt dazu, dass der Zugverkehr „rund um den Dortmunder Bahnhof für mindestens zwei Wochen eingeschränkt bleibt“, teilte die Bahn-Sprecherin weiter mit. Seit Dienstag hat die Deutsche Bahn die meisten Gleise wieder für den Betrieb freigegeben. Seit gestern ist auch wieder der Abschnitt zwischen Witten und Dortmund befahrbar.

Ermittlungen zur Unfallursache 

Auch die Fern- und Regionalzüge von Dortmund in Richtung Bochum „verkehren seit dem Morgen wieder auf dem ­Regelweg“. Die Regional­express-Linien ab Duisburg werden jedoch weiterhin umgeleitet.

Zum Thema

Nach ICE-Unfall beginnt das Rätselraten:  „Das hätte tragisch enden können“

Bahnhof stillgelegt:  ICE in Dortmund entgleist - zwei Leichtverletzte

...

Zur Unfallursache kann die Bahn noch keine An­gaben machen. Ersten Ermittlungen zufolge gehen Experten des Eisenbahn­bundesamtes jedoch von technischem Versagen aus.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4808910?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F4848616%2F4972375%2F
Prognose: Konservative mit absoluter Mehrheit im Parlament
Boris Johnson verlässt mit seinem Hund Dilyn ein Wahllokal in London.
Nachrichten-Ticker