Durchsuchungen bei münsterländischen Firmen
Gentechnik in Petunien?

Münster/Südlohn/Düsseldorf -

Auf der ­Suche nach illegal gen­technisch veränderten Zierpflanzen haben Experten des NRW-Umweltministeriums am Dienstag drei Unter­nehmen in Münster, Südlohn und in Rheinberg durchsucht.

Donnerstag, 04.05.2017, 07:05 Uhr

 
  Foto: -reg-

Dabei wurden Pflanzenproben gesichert, die nun vom Chemischen Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld analysiert werden, teilte das Ministerium mit. Es geht um den Verdacht, dass gentechnisch veränderte Petunien in den Handel gebracht wurden, obwohl sie in der EU nicht zugelassen sind.

Die Behörden in Finnland, wo in der Natur nicht ­vorkommende lachsfarbene Petunien entdeckt wurden, ­haben schon eine gentechnische Mutation nachgewiesen und die EU-Kommission eingeschaltet. Und die hegt einen Verdacht: Bei einem 1990 genehmigten Freilandversuch des Max-Planck-Instituts für Züchtungs­forschung in Köln sollten lachsfarbene Petunien über genetische Veränderung gezüchtet werden.

Das Experiment ging schief. Nun soll geklärt werden, ob die Gen-Petunien nicht korrekt vernichtet wurden. Die drei Firmen erzielen zusammen fast 100 Millionen €  Umsatz im Handel mit Petunien.

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