Tierquälerei-Vorwürfe
Keine Ermittlungen gegen Ministerin Schulze Föcking

Münster/Steinfurt -

Die Staatsanwaltschaft Münster leitet keine Ermittlungen gegen Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) ein. Die Steinfurterin sei nicht verantwortlich für die möglichen Tierschutzverletzungen. Der Fall ist damit aber noch nicht abgeschlossen.

Freitag, 28.07.2017, 10:07 Uhr

Tierquälerei-Vorwürfe : Keine Ermittlungen gegen Ministerin Schulze Föcking
Gegen Christina Schulze Föcking werden keine Ermittlungen eingeleitet. Foto: dpa

Wie die Staatsanwaltschaft am Freitagvormittag mitteilt, bestehen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat von Christina Schulze Föcking . Die Einleitung von Ermittlungen gegen sie komme deshalb „nicht in Betracht″.

Vor rund zwei Wochen war bei der Staatsanwaltschaft von Tierschützern eine Anzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen Verantwortliche im Schweinemastbetrieb auf dem Hof Schulze Föcking in Steinfurt eingegangen. Hinter­grund war ein „Stern TV“-Beitrag, in dem von Tierschutzaktivisten in den Stallungen im März 2017 und Juni 2017 heimlich herge­stellte Video-Aufnahmen gezeigt worden sind. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist nach Ansicht vorliegender Verträge „belegt, dass Frau Schulze Föcking für den Zeitraum der Aufnahmen nicht für die Tierhaltung verantwortlich war″.  Sie sei zwar früher Leiterin der Mastbetriebe in Steinfurt gewesen, habe sich seit dem Einzug in den Landtag 2010 aber sukzessive aus der Leitung der Mastbetriebe sowie der Bestandsbetreuung der Tiere zurückgezogen.

Damit ist der Fall allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Prüfung der Strafanzeige, soweit sie sich gegen andere Personen richte, dauere an, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

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