Marke Münsterland
Die große Chance auf Wahrnehmung: Was ist die Identität der Region?

Münster -

Regionen als Marke verstehen. Das ist nicht neu und auch nicht selten. In Zeiten von Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Überalterung wird alles versucht, mit Hilfe einer raffinierten Ansprache das Interesse von Investoren, auswärtigen Nachwuchskräften und jungen Familien zu wecken. 

Mittwoch, 30.08.2017, 20:10 Uhr aktualisiert: 30.08.2017, 20:42 Uhr
Warum das Münsterland als Marke definieren? Landräte, Wirtschaftsvertreter und der Regierungspräsident erklärten das Wieso, Weshalb, Warum.
Warum das Münsterland als Marke definieren? Landräte, Wirtschaftsvertreter und der Regierungspräsident erklärten das Wieso, Weshalb, Warum. Foto: Wilfried Gerharz

„It’s OWL“, heißt es in Ostwestfalen, in Südwestfalen ist „Alles echt!“ – Vertreter beider Regionen erklären, ein wesentliches Ziel mit ih­rer Kampagne erreicht zu haben: Aufmerksamkeit.

Das Münsterland ist noch keine Marke, soll aber eine werden. Geht es nach dem Willen der Agentur Brandtrust und ihres Geschäftsführers Christoph Engl , wird die neue Marke Münsterland außergewöhnlich. Am Mittwochabend stellte Engl das bisher Erreichte in Münster vor. Da ging es um das Wortspiel von der „kultiviertesten Landlust in Deutschland“ und der „ländlichsten Urbanität“. Das sind Begriffe mit denen sich noch nicht unmittelbar werben lässt, weil sie nicht eingängig genug sind. Wohl aber beschreiben sie das Münsterland, seinen Charakter, „seine DNA“, so Engl.

Vorstellung der „Marke Münsterland“

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Wozu das Ganze? Spannende Frage, die im Vorfeld die Landräte, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe , IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Fried rich Schulte-Uebbing, Regierungspräsident Prof. Reinhard Klenke und Un­ternehmer Jan Ostendorf diskutierten. Die Moderation hatte Dr. Norbert Tiemann, Chefre­dakteur unserer Zeitung. Dem Münsterland geht es gut, „wir dürfen uns auf dem Erreichten aber nicht ausruhen“, sagte Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Landräte.

Engl ist ein spannender Typ, agil und eloquent. Er ist jemand, der von dem was er tut und der Art und Weise wie er es tut, überzeugt ist. Regionale Markenbildung hat für ihn mit Identität zu tun. Wichtig sind ihm die Abgrenzung und die auf den Punkt gebrachten Qualitäten. Niemand brauche eine dröge Auflistung von Fakten, sagt er. „Mit einer Leistungsbeschreibung kommen Sie nicht weiter.“ Wichtiger ist es ihm, ein Bild zu erzeugen – und damit das Gefühl anzusprechen. „Wenn Menschen das Münsterland nicht kennen, aber sagen, da will ich hin, haben sie es geschafft.“

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Christoph Engl: "Mit einer reinen Leistungsbeschreibung komme ich nicht weiter. Wichtiger ist es, ein Bild zu erzeugen." Foto: Wilfried Gerharz

Noch existiert die Marke Münsterland nur als Entwurf. Um den greifbarer zu machen, sollen nun Leuchtturmprojekte ins Leben gerufen werden, „die die Identität des Münsterlandes spiegeln“, sagte Heinrich-Georg Krumme, der Aufsichtsratsvorsitzende der Mana­ge­ment­-Agentur Münsterland e.V., die den Markenbildungsprozess initiiert hatte. Der funktioniere nur, wenn neben Verwaltung und Politik auch die Wirtschaft Einigkeit in der Region zeige, betonte Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen.

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„Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Regionen um In­vestitionen sowie Fach- und Führungskräfte“, sagte er. Es nutze nichts, „wenn wir wissen, wie es sich hier arbeiten und leben lässt“. Auch die Menschen außerhalb des Münsterlandes müssten das für sich erkennen – und wollen.

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