Flughafen Münster/Osnabrück
FMO verabschiedet sich von Startbahn-Verlängerung

Greven -

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) verabschiedet sich vorerst von der Startbahn-Verlängerung auf 3000 Meter. Wie FMO-Sprecher Andrés Heinemann am Wochenende auf Nachfrage bestätigte, hat der Aufsichtsrat diese Entscheidung in seiner Oktober-Sitzung getroffen.

Freitag, 10.11.2017, 21:44 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 04.11.2017, 10:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 10.11.2017, 21:44 Uhr
Flughafen Münster/Osnabrück: FMO verabschiedet sich von Startbahn-Verlängerung
FMO Luftblild Foto: Wilfried Gerharz

 „Die Entwicklung des Luftverkehrs in der jüngsten Vergangenheit und die kurz- und mittelfristigen Aussichten lassen auch bei der diesjährigen erfreulichen Fluggastentwicklung am FMO keinen akuten Bedarf erkennen, das Verfahren aktiv zu betreiben“, heißt es dazu in einem FMO-Papier. Konkret bedeutet dies: Das rund 60 Millionen Euro teure Projekt wird nicht mehr bis zum Planfeststellungsbeschluss weiterverfolgt. Der Grund: Wird das Verfahren weitergetrieben, stehen neue, kostspielige Gutachten an. 

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Jahrelang hatte der vormalige FMO-Chef Gerd Stöwer die Verlängerung der Startbahn von derzeit 2200 in zwei Stufen auf geplant 3600 Meter vorangetrieben. Das Gesamtprojekt war mit rund 120 Millionen Euro veranschlagt. Die Idee: Mithilfe der längeren Startbahn hätten Flugreisende von Greven aus Interkontinental-Ziele direkt anfliegen können. Das sollte dem Flughafen neue Ziele, mehr Attraktivität und damit zusätzliche Passagiere bescheren sollen. 

Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2017 / 2018 bietet der FMO 12 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa

Die Naturschützer des Nabu hatten dagegen jedoch geklagt. Nach langem Rechtsstreit, bei dem das Oberverwaltungsgericht in Münster den Planfeststellungsbeschluss 2011 für rechtswidrig erklärt hatte, einigten sich beide Seiten schließlich auf einen Kompromiss. Danach sollte die Startbahn auf 3000 Meter verlängert werden. Diese Pläne legte der Flughafen jedoch zunächst auf Eis. Die wirtschaftliche Situation und nicht allzu positive Entwicklungen in der Passagierentwicklung sprachen dem entgegen.

Auch wenn inoffiziell in den vergangenen Jahren niemand mehr davon ausging, dass der Ausbau kommt: Endgültig aufgegeben wurden die Pläne nie. Und sind es auch jetzt noch nicht. Sie sollen „bei wachsendem Luftverkehrsbedarf und einer entsprechenden Nachfrage nach weiteren Mittelstrecken- und Langstreckenzielen“ wieder aufgenommen werden. Der seinerzeit für das Projekt erworbene Grund und Boden sowie Planungskosten will der FMO abschreiben. Alleine für Grundstücke sind das rund 20 Millionen Euro. 

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