Rathaus in Gronau
„Schandfleck“ wird zum Denkmal

Gronau -

1976 wurde das vom münsterischen Architekten Harald Deilmann geplante Rathaus in Gronau eingeweiht. Schon 2005 wurden erste Rufe nach einem Neubau laut. Der Sanierungsstau war bereits damals erheblich. Die Kritik wird in den Folgejahren nur lauter: Die in den 70er Jahren modernen Großraumbüros sind mit Datenschutzvorgaben nicht übereinzubringen. Bedienstete klagen über das Klima in den Räumen, in denen kein einziges Fenster zu öffnen ist. An etlichen Stellen dringt Wasser hinter den Betonblenden ins Gebäude. 

Donnerstag, 28.12.2017, 20:12 Uhr

 
 

Viele Bürger empfinden das Gebäude als Schandfleck. 2012 beschließt der Rat einstimmig, das Rathaus durch einen Neubau zu ersetzen. Der soll – damals – zwölf Millionen Euro kosten, eine Sanierung 16 Millionen.

Doch es gibt auch eine Lobby für den Erhalt des Gebäudes. Und die hat Glück: Denn die Denkmalexperten des Landschaftsverbands halten das Rathaus samt Innenausstattung und umgebende Fläche für denkmalwürdig. Es zähle zu den prägenden Bauten der 70er Jahre.

Der aktuelle Stand: Bis 2020 sollen in einem architektonischen Wettbewerb die Grundlagen für eine Sanierung des Rathauses erarbeitet werden, in dem auch künftig die Kernverwaltung arbeiten soll.

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