Anklage wegen Beihilfe zum Mord
Verhandlungsfähigkeit von KZ-Wachmännern wird geprüft

Kreis Borken/Dortmund/Münster -

Der Beginn des Verfahrens gegen einen 93 sowie 94 Jahre alten Mann aus dem Kreis Borken sowie Wuppertal, gegen die Anklage wegen Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig erhoben wurde, wird sich verzögern.

Donnerstag, 04.01.2018, 12:22 Uhr

Anklage wegen Beihilfe zum Mord: Verhandlungsfähigkeit von KZ-Wachmännern wird geprüft
Das Bild zeigt den Eingang des Stutthof-Museums in Sztutowo (Polen). Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hatte am 6. November 2017 gegen die beiden Männer die Anklage erhoben.

Nun hat die Jugendkammer des Landgerichts Münster beim Amtsgericht Bocholt jeweils einen Facharzt für Psychiatrie und Geriatrie mit der Begutachtung der Angeschuldigten beauftragt. Festgestellt werden soll, ob sie verhandlungsfähig sind.

Zudem wurde die Frist zur Stellungnahme zur Anklageschrift, deren Verlängerung die Angeschuldigten beantragt hatten, bis zum 12. Januar 2018 ausgedehnt.

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