50 Liter Wasser pro Minute
Eine ergiebige Quelle

Tecklenburg -

Es gibt Verschwender, die den Hahn lang und oft aufdrehen und das Wasser großzügig laufen lassen. Und es gibt die Sparsamen, die auf jeden einzelnen Tropfen achten, den sie verbrauchen. Klar also, dass der Wasserverbrauch in den Haushalten teils extrem unterschiedlich ist. Im Durchschnitt allerdings, da sind sich Fachleute einig, liegt er bei 127 Liter pro Kopf und Tag. Diese Menge fließt in nur zweieinhalb Minuten von der Wellenbergquelle hinunter bis in die Gräften von Haus Marck.

Montag, 08.01.2018, 20:01 Uhr

Munter plätschert das Wasser der Wellenquelle. Wie viel Liter es täglich sind, haben Heiner Schäffer und Frank Bosse gemessen und sind auf erstaunliche Zahlen gekommen.
Munter plätschert das Wasser der Wellenquelle. Wie viel Liter es täglich sind, haben Heiner Schäffer und Frank Bosse gemessen und sind auf erstaunliche Zahlen gekommen. Foto: Heiner Schäffer

Heiner Schäffer , Vorsitzender des Vereins Puppenmuseum, und Frank Bosse , Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins, haben kürzlich die Durchflussmenge gemessen, und zwar an der mittlerweile überdachten Quelle an der Bahnhofstraße. Dabei kamen erstaunliche Zahlen heraus. In zwölf Sekunden flossen zehn Liter Wasser, in einer Minute 50 Liter. Zum Vergleich: Das entspricht knapp sechs Kisten Wasser mit zwölf Flaschen zu je 0,7 Liter. In einer Stunde fließen 3000 Liter. Rechnet man diese Werte weiter hoch, sind es an einem Tag 72 000 Liter, in 30 Tagen 2,16 Millionen Liter und im Jahr 26,18 Millionen Liter.

Zurück zum durchschnittlichen Wasserbrauch. Geht man von rund 9500 Tecklenburgern aus, so verbrauchen diese am Tag rund 1,2 Millionen Liter der kostbaren Flüssigkeit – so viel, wie in rund zwei Wochen aus der Wellenquelle fließen. Und was ein Mensch im Durchschnitt im Jahr verbraucht, nämlich rund 46 000 Liter, bringt die Tecklenburger Quelle in gut 15 Stunden hervor. Erstaunliche Zahlen, finden sowohl Heiner Schäffer als auch Frank Bosse.

Der eine oder andere Tecklenburger weiß das weiche Wasser zu schätzen und füllt sich an der Quelle einen Kanister voll, um damit Tee zu kochen, erzählt Bosse. Er kennt auch den weiteren Lauf des Wassers. Demnach fließt es unter der Straße hindurch, weiter durch Gärten parallel zur Apfelallee bis in die Gräften von Haus Marck. „Schade“, bedauert er, dass die Gräben zum großen Teil verrohrt sind.

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