Leukämiekrankes Mädchen
Entzündung könnte Alinas Transplantation verzögern

Münster -

195.000 Euro haben die Leser unserer Zeitung für die krebskranke Alina gespendet. Ihre Behandlung konnte davon bezahlt werden, doch nun macht ihre Bauchspeicheldrüse Probleme.

Mittwoch, 18.04.2018, 15:04 Uhr

Alina Kalabukhova mit ihrem Vater Vladimir.
Alina Kalabukhova mit ihrem Vater Vladimir. Foto: privat

Eine Entzündung ihrer Bauchspeicheldrüse mach Alina Kalabukhova das Leben schwer. Das Mädchen aus Russland soll eigentlich bis Mitte Mai Blutstammzellen ihrer Schwester gespendet bekommen. „Ob wir das schaffen, ist unklar. Wir hoffen, dass wir diesen Zeitplan einhalten können“, sagte Professor Andreas Groll von der Uniklinik.

Die Entzündung ist eine seltene Nebenwirkung der Chemotherapie und habe Schmerzen, Übelkeit und Probleme beim Essen und Trinken zur Folge. Alina war vor drei Jahren an Leukämie erkrankt und in Münster behandelt worden. Bei einer Routinekontrolle im vergangenen Jahr wurde erneut Krebs entdeckt. Unsere Zeitung hatte darüber berichtet und eine unerwartete Spendenbereitschaft ausgelöst.

Transplantation könnte sich verschieben

Ihre Bauchspeicheldrüse verlangt nun vor allem Geduld. „Wir müssen warten, bis die Entzündung zur Ruhe kommt“, sagt Groll. Bis dahin können die Ärzte Alina nicht wie geplant behandeln.

Die Transplantation könnte sich dadurch verschieben, in Frage stellen die Ärzte sie deswegen nicht. „Sie braucht die Transplantation ja, um die besten Heilungschancen zu haben“, sagt Groll. Er und seine Kolleginnen und Kollegen hoffen, dass die Entzündung möglichst rasch ausheilt. „Man kann in dieser Situation nicht einfach weiterbehandeln, sondern muss Rücksicht auf Alinas Zustand nehmen und die Behandlung anpassen“, sagt er.

Über 195.000 Euro gespendet

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Alle Spender, die noch auf eine Spendenquittung warten, sollen sich mit ihrer Adresse melden. Mail: Simon.Schlattmann[at]­familienhaus-muenster.de oder Telefon 0 25 1/ 98 155 450.

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Inzwischen haben rund 2500 Leser unserer Zeitung über 195.000 Euro für Alina gespendet. 125.000 Euro davon hat die Uniklinik bereits bekommen. Simon Schlattmann vom Familienhaus der Uniklinik, der die Spenden verwaltet, vermutet, dass die komplette Nachbehandlung inklusive Verpflegung, Übernachtung und Flügen rund 100.000 Euro kosten wird. Das Familienhaus selbst bekommt davon nichts. „Das geht alles an Alina“, sagt Schlattmann.

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