Facebook-Video von der A 43
Feuerwehr Dülmen freut sich über "tolle Rettungsgasse"

Dülmen/Nottuln -

Nicht immer nur meckern, dachten sich Einsatzkräfte der Feuerwehr Dülmen: Auf dem Weg zu einem Autobrand auf der A 43 zwischen Dülmen-Nord und Nottuln am Sonntag fuhren sie durch eine vorbildlich gebildete Rettungsgasse, die sie filmten. Das Video posteten sie voll des Lobes auf Facebook. 

Montag, 11.06.2018, 14:08 Uhr aktualisiert: 11.06.2018, 14:41 Uhr
Facebook-Video von der A 43 : Feuerwehr Dülmen freut sich über "tolle Rettungsgasse"
Der Screenshot des Videos zeigt die Rettungsgasse, die die Feuerwehr Dülmen am Sonntag auf der A 43 gefilmt hat. Foto: Feuerwehr Dülmen

Die Öffentlichkeitsarbeit für mehr Rücksichtnahme bei Rettungseinsätzen scheint zu fruchten: Am Sonntag gegen 17 Uhr trafen die Feuerwehrkräfte schon bei der Auffahrt Dülmen-Nord auf die A 43 auf eine "astrein" formierte Rettungsgasse, wie Benedikt Richter vom Team Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Dülmen berichtet. Das überraschte den 27-Jährigen und seine Kollegen derart positiv, dass sie ein Video von ihrer Fahrt zur Einsatzstelle in Richtung Nottuln machten und es auf Facebook posteten. "Wir haben auch schon das krasse Gegenteil erlebt."

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"Wir können als Feuerwehr nicht immer nur meckern, sondern müssen auch mal loben", sagt Richter, der sich seit 2009 bei der Freiwilligen Feuerwehr Dülmen engagiert. Dank des mustergültigen Verhaltens der anderen Verkehrsteilnehmer dauerte der gesamte Einsatz keine halbe Stunde. Die Fahrbahn konnte nach 25 Minuten wieder freigegeben werden.

Vollbrand verhindert

Richter und seine Kollegen sicherten die Brandstelle von hinten ab, während die hauptamtlichen Kollegen löschten. "Wären wir nicht schnell genug dagewesen, wäre es zum Vollbrand gekommen." Die Kameraden hätten nur noch eine Rohkarosse vorgefunden. So hätte nur ein Teil des Wagens gelöscht werden müssen. Der ADAC schleppte den Pkw schließlich ab. Körperlich zu Schaden kam niemand.

Es klappt in 40 Prozent der Fälle

"Man sieht eine deutliche Besserung bei der Bildung von Rettungsgassen", stellt Richter fest. Das Thema scheint stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Dennoch klappte es noch immer bei 60 Prozent der Fälle nicht, schätzt der hauptberufliche Elektriker. Gerade bei "Stop-and-go" im Berufsverkehr gehen Autofahrer häufig davon aus, dass es sich um zu hohes Vekehrsaufkommen handele und nicht um einen Unfall vor ihnen. Er appelliert: "Sobald es stockt, muss eine Rettungsgasse bereitet werden."

Es geht noch viel schief

Dass selbst bei einer ordentlichen Rettungsgasse noch viel schieflaufen kann, zeigt ein Einsatz der Feuerwehr Dülmen vom 17. Mai. Am frühen Morgen wurde sie zu einem Lkw-Brand auf der A 43 im Bereich der Auffahrt Dülmen-Mitte gerufen. Während das Feuer "dank einer tollen Rettungsgasse und Platz für die Rettungskräfte zügig gelöscht werden" konnte, staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht, als plötzlich ein Lkw die Zufahrt zur Einsatzstelle nutzte, um die im Stau stehenden Fahrzeuge zu überholen. Am Ende der Rettungsgasse begrüßte ihn dann die Polizei...

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