Bilanz der Westfalen AG
Fritsch-Albert wechselt in Aufsichtsrat

Münster -

Mit Wolfgang Fritsch-Albert hat das Gesicht der münsterischen Westfalen AG vor wenigen Tagen den Vorstand seiner eigenen Firma verlassen. Nach 40 Jahren an der Konzernspitze wechselt er in den Aufsichtsrat, wo er zukünftig den Vorsitz innehat.

Dienstag, 17.07.2018, 17:19 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 17.07.2018, 15:56 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 17.07.2018, 17:19 Uhr
Bilanz der Westfalen AG: Fritsch-Albert wechselt in Aufsichtsrat
Foto: Collage: WN

Mit Wolfgang Fritsch-Albert hat das Gesicht der münsterischen Westfalen AG  vor wenigen Tagen den Vorstand seiner eigenen Firma verlassen. Nach 40 Jahren an der Konzernspitze wechselt der 72-Jährige in ­den Aufsichtsrat, wo er zukünftig den Vorsitz innehat. Sein Nachfolger, der die Leitung des Familienunternehmens mit 1663 Mitarbeitern übernimmt, soll  am 1. September seinen Posten antreten. Nach dem plötzlichen Tod von Fritsch-Alberts Sohn Alexander im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen bereits einen externen Kandidaten für den Chefsessel gefunden. Einen Namen wolle man aber erst zu gegebener Zeit präsentieren, sagte Fritsch-Albert.

Wirtschaftlich befindet sich die Westfalen AG im Aufschwung. Dank steigender Rohölpreise und einem damit verbundenen Rekordergebnis an den Tankstellen, der hohen Nachfrage im Kältemittelmarkt und einer Grundstücksveräußerung im Herzen Münsters hat das Unternehmen seinen Konzernumsatz im Jahr 2017 um 7,7 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro gesteigert.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen liegt mit 30 Millionen Euro sogar um 20,7 Prozent höher als im Vorjahr. Zudem schürt die Entwicklung des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2018 Hoffnungen auf einen erneuten Ergebnisanstieg.

Neues Tankstellen-Konzept im Test

Kleinere Makel in der Bilanz für das Jahr 2017 hinterließ das Brenngasgeschäft. Zwar steigerte das Unternehmen die Absatzmengen leicht, durch einen wettbewerbsbedingten Margenverluste blieb das Ergebnis jedoch hinter den Erwartungen zurück. „Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden“, bilanzierte Wolfgang Fritsch-Albert.

Änderungen gibt es im laufenden Jahr nicht nur in der Geschäftsführung: Ebenfalls im September läuft ein Versuch mit einem neuen Tankstellen-Konzept in Gelsenkirchen an. Dort soll auf einer großen Erlebnismeile das Tanken mit dem Besuch von verschiedenen Essens-Anbietern auf dem Tankstellengelände verbunden werden. Ohnehin möchte die Westfalen AG das Shop-in Shop-Prinzip mit Franchise-Anbietern aus dem Gastronomie-Bereich ausbauen.

Verzögerungen gibt es nach Angaben der Unternehmensspitze beim Umzug großer Teile der Produktion von Münster-Gremmendorf nach Gelmer. Aufgrund verschiedener Umwelt-Gutachten für den neuen Standort sei derzeit nicht vor dem Jahr 2021 von einem Umzug auszugehen. Ursprüngliche Pläne sahen diesen bereits im kommenden Jahr vor.

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