„ProTalent“-Stipendium
Programm bringt Studierende mit Unternehmen zusammen

Münster -

Gute Noten und ein zusätzliches Talent oder besonderes Engagement – all das kann die 24-jährige BWL-Studentin Katharina Currle von der Uni Münster vorweisen. Mit der Note 1,4 hat sie ihren Bachelor-Abschluss abgelegt. 

Montag, 20.08.2018, 08:19 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.08.2018, 08:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 20.08.2018, 08:19 Uhr
Zwei, die sich gut verstehen: „ProTalent“-Stipendiatin Katharina Currle (l.) und ihre Mentorin Stephanie Sander als Vertreterin ihres Förderers, der BASF Coatings.
Zwei, die sich gut verstehen: „ProTalent“-Stipendiatin Katharina Currle (l.) und ihre Mentorin Stephanie Sander als Vertreterin ihres Förderers, der BASF Coatings. Foto: Marion Fenner

Nun befindet sie sich mitten im Master-Studium. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr lang in einem Entwicklungshilfe-Projekt in Äthiopien, engagiert sich neben ihrem Studium in der christlichen Hochschulgemeinde und in der heimischen Kirchengemeinde in Baden-Württemberg. Beste Voraussetzungen also, um in den Kreis der „ProTalent“-Stipendiaten aufgenommen zu werden.

Dabei handelt es sich um das von der Bundesregierung initiierte Deutschlandstipendium, beim dem die Förderer Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen sind. Sie unterstützen einen Studenten mit 150 Euro pro Monat und der Bund legt noch einmal 150 Euro obendrauf. Doch es ist nicht nur das Geld, das dieses Stipendium auszeichnet. Es ist vor allem der direkte Kontakt zum Förderer.

Mehr als 7000 Förderer

Im Fall von Katharina Currle ist das die BASF Coatings GmbH in Münster. Stephanie Sander ist dort die persönliche Ansprechpartnerin der Studentin. Und das nicht nur auf dem Papier. Die Studentin ist im Unternehmen willkommen, lernt Firmenstrukturen kennen und kann sich mit ihrer Mentorin über viele Dinge austauschen.

„Dieses Stipendium passt sehr gut zu uns“, erklärt Sander. Deshalb sei die BASF von Anfang an – das Deutschlandstipendium gibt es seit 2008 – als Förderer dabei. In Münster werden jährlich fünf Studierende unterstützt, am Hauptsitz in Ludwigshafen bei der BASF SE zehn. Künftige Fach- und Führungskräfte früh an das Unternehmen zu binden, sei sehr wichtig, erklärt Sander. 2017 wurden in Deutschland 25 947 Studenten mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Mehr als 7000 Förderer beteiligen sich an der Finanzierung. Bei der Auswahl der Stipendiaten hat der Förderer kein Mitspracherecht. Das sei Aufgabe einer Uni-Kommission.

Ein weiterer Pluspunkt des „ProTalent“-Stipendiums sei ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops und Fortbildungen, berichtet Currle. Davon habe sie bereits sehr profitiert. Unter anderem habe sie an einer Podiumsdiskussion in Ludwigshafen teilgenommen. „Das alles gibt einem die Chance, sich gut zu vernetzen, an Praktika oder Trainings teilzunehmen und neue Ansprechpartner kennenzulernen“, sagt die 24-Jährige. „Ich fühle mich als Studentin durch diesen engen Kontakt zu meinem Förderer wertgeschätzt“, betont die 24-Jährige. „Unternehmen gehen aktiv auf uns zu, fördern unsere Arbeit und nehmen uns ernst – das ist ein tolles Gefühl.“ Zudem mache das Mut für einen guten Start ins Berufsleben.

Schwerpunkt Personalmanagement und Marketing

„Wir als Arbeitgeber knüpfen durch die Förderung Kontakte zur Universität und leistungsstarken, motivierten Studenten, von denen wir durchaus auch profitieren“, ergänzt Stephanie Sander. Es gebe ehemalige Stipendiaten, die mittlerweile bei der BASF arbeiten.

Welchen Weg Katharina Currle einmal einschlagen will, weiß sie noch nicht ganz genau. Den Schwerpunkt in ihrem Masterstudium setzt sie auf Personalmanagement und Marketing. Einen Arbeitsplatz in einem international tätigen Unternehmen mit vielfälti gen Aufgabenbereichen kann sie sich durchaus vorstellen.

Jetzt steht allerdings erst einmal ein Auslandssemester in Indien an. „In Indien sind wir ebenfalls vertreten“, sagt Sander. Wenn die Studentin dort das Unternehmen kennenlernen will, kann sie den Kontakt herstellen.

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