NRW-Warntag
Was man über den landesweiten Probealarm wissen muss

Düsseldorf/Münster -

Sirenen heulen, Warn-Apps summen, Grund zur Sorge besteht aber nicht - das Innenministerium veranstaltet am heutigen Donnerstag am ersten „NRW-Warntag“ einen Probealarm. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Donnerstag, 06.09.2018, 15:57 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 07:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 15:57 Uhr
NRW-Warntag: Was man über den landesweiten Probealarm wissen muss
Foto: dpa

Ob Großbrand oder Unwetter: Wenn Gefahr droht, müssen die Menschen so schnell wie möglich gewarnt werden. Immer mehr Kommunen setzen dabei wieder auf die altbewährten Sirenen - es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Beim NRW-Warntag an diesem Donnerstag soll der Alarm geprobt werden. Der Aktionstag wurde vom Innenministerium initiiert und findet zum ersten Mal statt. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was passiert am Warntag?

Am Donnerstag findet um 10.00 Uhr ein landesweiter Probealarm statt. Sowohl Sirenen als auch Lautsprecherfahrzeuge der Feuerwehren sind dann zu hören. Außerdem wird über die Warn-App „Nina“ eine Probewarnmeldung ausgelöst. Vor allem der Sirenenalarm ist ein wichtiger Test, da die meisten Kommunen nach Angaben des Innenministeriums erst seit Kurzem wieder Sirenen nutzen. In Münster etwa sollen 70 Sirenen installiert werden. Da allerdings erst zwei davon in Betrieb sind, verzichtet die Stadt darauf, sie am Warntag zu aktivieren.

Warum werden wieder Sirenen aufgebaut?

Sirenen sind vor allem nachts ein zuverlässiges Warnmittel - ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind. Das Innenministerium hat den Kommunen in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro für den Ausbau des landesweiten Sirenennetzes zur Verfügung gestellt. Momentan gibt es 4328 Sirenen in NRW. In den 1990er Jahren waren die meisten Sirenen abgebaut worden. Der Bund hatte seine Verantwortung dafür abgegeben und nur wenige Kommunen hatten Interesse, die Sirenen zu übernehmen. 

In welchen Situationen muss gewarnt werden?

Gewarnt wird immer dann, wenn eine Situation viele Menschen gefährdet. Solche Fälle sind zum Beispiel Großbrände, Bombenentschärfungen oder heftige Unwetter. Für die Warnung der Bevölkerung sind in der Regel die Kommunen zuständig. Ihre Aufgabe ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Arbeit der Polizei und Feuerwehr zu erleichtern.

Wie warnen Sirenen?

Es gibt drei verschiedene Sirenentöne. Die Warnung vor einer Gefahr, also etwa einem Brand oder einer Gefahrstoffausbreitung, ist ein auf- und abschwellendes Heulen. Die Entwarnung ist ein langer Dauerton. Zur Alarmierung der Feuerwehr erklingen drei Töne hintereinander. Beim Probealarm am Warntag wird erst eine Minute lang Entwarnung, dann eine Minute lang Warnung und dann wieder eine Minute lang Entwarnung zu hören sein.

Wie funktionieren die anderen Warnmittel?

Im Gegensatz zu den Sirenen sind die Lautsprecherfahrzeuge mobil. Darüber kann die Feuerwehr in der ganzen Stadt Warndurchsagen machen. Über die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) kommt die Warnung direkt auf das Handy. „Nina“ wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) entwickelt und ist mit dem sogenannten Modularen Warnsystem verknüpft. Das ist das satellitengestützte Warnsystem des Bundes, das bundesweite Warnungen des BKK und lokale Warnungen der Leitstellen verbreitet. „Nina“ empfängt aber auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserwarnungen.

Wie soll ich mich im Ernstfall verhalten?

Wichtig ist: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen einholen. Radiosender informieren zur aktuellen Lage, bei Stromausfall sollte man auf ein Autoradio zurückgreifen. Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen - aber nicht, um sich zu informieren.

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