Waldgebiet in Hasbergen
Frauenleiche an Gedenkstätte gefunden: Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Hasbergen -

Nach der Obduktion der Frauenleiche, die am Montag in einem Waldstück in der Nähe von Osnabrück gefunden wurde, geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Um den Fall aufzuklären, wendet sie sich jetzt mit Fotos an die Bevölkerung.

Dienstag, 18.12.2018, 13:10 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 19:55 Uhr
Waldgebiet in Hasbergen: Frauenleiche an Gedenkstätte gefunden: Polizei geht von Gewaltverbrechen aus
Die Gedenkstätte für Opfer des NS-Regimes im Augustaschacht Hasbergen-Ohrbeck (Landkreis Osnabrück) Foto: dpa (Archiv)

Nach der Obduktion der älteren Frau am Dienstag geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Mordkommission bei der Osnabrücker Polizei eingerichtet. Da das Opfer bislang noch nicht identifiziert werden konnte, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Sie beschreibt die Frau in einer Mitteilung wie folgt:

"Die Frau ist circa 1,60 Meter groß, hat etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Haare und ein europäisches Aussehen. Auffällig sind die sehr gepflegten, rot lackierten Gel- oder Acrylfingernägel mit kleinen glitzernden Steinen sowie die ebenso gepflegt aussehenden, vermutlich professionell bearbeiteten Fußnägel. Weiterhin trug das Opfer eine auffällige Armbanduhr. Die Augenbrauen der Frau sind tätowiert bzw. haben ein Permanent Make-up. Zudem befindet sich zwischen Brust-und Schambereich eine etwa 17 Zentimeter lange OP-Narbe."

Wer Hinweise zur Identität des Opfers oder zu Vorkommnissen in Hasbergen geben kann, soll sich bei der Osnabrücker Polizei melden - Telefon: 0541-327-2115 oder 0541-327-3103.

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Foto: Polizei Osnabrück

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Foto: Polizei Osnabrück

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Foto: Polizei Osnabrück

Eine Spaziergängerin hatte den Leichnam am Montagnachmittag in einem Gebüsch oberhalb der Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen gefunden. In dem früheren Arbeitserziehungslager, das auch als „KZ der Gestapo” bezeichnet wird, waren zwischen Januar 1944 und April 1945 mehr als 2000 NS-Zwangsarbeiter aus 18 Ländern inhaftiert. Vor rund zehn Jahren war das umgebaute Gebäude als Gedenkstätte eröffnet worden.

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