Attacke
Zwei Feuerwehrleute bei Löscheinsatz angegriffen

Neuenkirchen -

Tätlicher Angriff auf Einsatzkräfte: Zwei ehrenamtliche Feuerwehrmänner sind am Sonntag in Neuenkirchen bei einem Löscheinsatz leicht verletzt worden. Der Angreifer: der Verursacher des Brands. 

Montag, 07.01.2019, 16:38 Uhr aktualisiert: 07.01.2019, 16:41 Uhr
Attacke: Zwei Feuerwehrleute bei Löscheinsatz angegriffen
Die Polizei wurde am Sonntagnachmittag zu einem Feuerwehreinsatz in Neuenkirchen gerufen. Foto: dpa (Symbolbild)

Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr in Neuenkirchen zu einem Brand gerufen. In einem Garten in direkter Nähe des Feuerwehrgerätehauses an der Friedenstraße verbrannte ein Hausbewohner seinen Tannenbaum. Nachbarn schlugen Alarm, da die Flammen bedrohlich hoch züngelten.

Als die Feuerwehr sich gegen 15.30 Uhr vor Ort ein Bild von der Lage machen wollte, kam es zur Eskalation. Zwei Feuerwehrmänner (50 und 52 Jahre alt), die an der Haustür des Einfamilienhauses klingelten, wurden von einem Bewohner beschimpft, warum die Feuerwehr wegen so einer Lappalie anrücke. Anschließend schlug er einem Feuerwehrmann unvermittelt mit der Faust ins Gesicht und trat dem zweiten ins Gesäß. 

Beide Feuerwehrmänner erstatteten Strafanzeige, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Im Gesetz sind für tätliche Angriffe auf Feuerwehrleute Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren vorgesehen.

„Eigentlich war der Einsatz eine Bagatelle”, sagte einer der Angegriffenen auf Nachfrage unserer Zeitung. Dass die Situation so eskaliert sei, habe ihn überrascht: „Da konnte ich nicht mit rechnen.” Der Vorfall sei für ihn aber eher ein Einzelfall und kein Anzeichen für eine Verrohung der Gesellschaft. Bei der freiwilligen Feuerwehr werde er sich jedenfalls weiter einsetzen. „So sehr hat mich das auch nicht geschockt.”

Der Christbaum war übrigens schnell gelöscht. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis in der Friedenstraße hingegen wird so bald vermutlich nicht einkehren.

Feuer im Garten

Laut Landes-Immissionsschutzgesetz ist das Verbrennen von Gegenständen im Freien untersagt, soweit die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit hierdurch gefährdet oder erheblich belästigt werden können. Die Kommunen können in Verordnungen zudem festlegen, wie Feuer auf Privatgrundstücken gehandhabt werden. Insbesondere kann bestimmt werden, ob ein Feuer angezeigt - und damit auch genehmigt - werden muss, davon machen die Verwaltungen auch regen Gebrauch. Für kleinere Feuerkörbe und Feuerschalen bedarf es in der Regel hingegen keiner Genehmigung. Wichtig: Das Verbrennen von Abfällen, zum Beispiel von Gartenabfällen, bedarf einer Genehmigung der unteren Abfallwirtschaftsbehörde.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6303385?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Immer mehr Wolfsattacken in Deutschland
Dringender Handlungsbedarf: Immer mehr Wolfsattacken in Deutschland
Nachrichten-Ticker