Gronauer schreibt NRW-Verkehrsminister
B 54: Plädoyer für mehr Sicherheit

Gronau -

In einem Schreiben an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat der Gronauer Martin Dust Vorschläge gemacht, um die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße 54 zu verbessern. Für Dust war nach eigenen Angaben der schwere Unfall am Mittwochmorgen Anlass, den vorbereiteten Brief nach Düsseldorf zu schicken.

Mittwoch, 09.01.2019, 19:15 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 19:20 Uhr
Polizisten stehen auf der Unfallstelle bei Ochtrup. Der Unfall ist für den Gronauer Martin Dust Anlass, von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eine Reihe von Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit vorzuschlagen.
Polizisten stehen auf der Unfallstelle bei Ochtrup. Der Unfall ist für den Gronauer Martin Dust Anlass, von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eine Reihe von Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit vorzuschlagen. Foto: Jens Keblat

Der Architekt und CDU-Kommunalpolitiker verweist darauf, dass die Straße laut Statistik zwar keinen Unfallschwerpunkt darstellt, dennoch aber viele Menschen auf der B 54 verunglücken.

Dust schlägt unter anderem vor:

► Querrillen auf der Fahrbahn. Sie erhöhten die Aufmerksamkeit der Autofahrer. Denn Ursache für die Unfälle seien in vielen Fällen persönliche Defizite der Fahrer (Trunkenheit, Übermüdung, Unaufmerksamkeit).

► Kleine Erinnerungsschilder an den Straßenbegrenzungspfählen könnten – wie in den Niederlanden – an das zulässige Tempo erinnern und auf Radarmessungen und Videoüberwachung hinweisen. Denn Unwissenheit über die zulässigen Geschwindigkeiten (insbesondere nach dem Wechsel von der A 31 auf die B 54) führte häufig zu Unfällen durch zu hohes Tempo.

► Eine Verlegung des Überholverbots vor dem Ende der zweispurigen Fahrbahn 200 Meter weiter nach hinten. So ließe sich das gefährliche späte Einfädeln von überholenden Fahrzeugen im besten Fall vermeiden.

► Auf der linken Fahrbahn sollten ab dem Überholverbotsschild Querrillen in der Fahrbahn angebracht werden.

Unfall auf der B54

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  • Schwerer Unfall auf der B54 bei Ochtrup am Mittwochmorgen (9.1.2019)

    Foto: Jens Keblat
  • Eine Mercedes-Limousine kollidierte mit einem entgegenkommenden Lkw (Fiat Ducato).

    Foto: Jens Keblat
  • Nach ersten Erkenntnissen verlor der Mercedes-Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen und geriet in den Gegenverkehr. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

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  • Der Fahrer des Fiat Ducato hat noch versucht, dem entgegenkommenden Mercedes auszuweichen. Er wurde schwer verletzt.

    Foto: Jens Keblat
  • Rettungskräfte brachten die Verletzten ins Krankenhaus.

    Foto: Jens Keblat
  • Die Fahrbahnen sind an der Unfallstelle durch eine grüne Markierung voneinander getrennt.

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  • Auch die Witterungsbedinungen spielten bei dem Unfall eine Rolle. Zur Unfallzeit ging ein Hagelschauer nieder.

    Foto: Jens Keblat
  • Die B54 wurde nach dem Unfall in beide Richtungen gesperrt.

    Foto: Jens Keblat
  • Es entstanden lange Rückstaus auf beiden Seiten der Unfallstelle.

    Foto: Jens Keblat
  • Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Metelen (B70) und Ochtrup-Langenhorst.

    Foto: Jens Keblat

► Die Einfädelungsbereiche sollten zudem bei Dunkelheit durch gelbe Blitzleuchten kenntlich gemacht werden.

► Durch eine zusätzliche Videoüberwachung könnte – gerade in den Einfädelungsbereichen – das Verhalten von Verkehrsteilnehmern dokumentiert werden.

► Die Installation weiterer Überwachungseinrichtungen gegen „bewusstes Rasen“, die wegen des damit verbundenen hohen Aufwandes nicht permanent „scharf“ sein müssten: „Die scheinbare Überwachung regt trotzdem an, die Geschwindigkeit zu reduzieren.“

► Wo möglich, sollten die Fahrbahnen baulich getrennt werden.

In einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren sieht Dust den vierspurigen Ausbau der B 54, wie er auch im Gesetz über den Ausbau der Bundesfernstraßen vorgesehen ist, als richtigen Weg an.

Dusts Fazit im Schreiben an den Minister, den er aus der politischen Arbeit persönlich gut kennt: „In Zusammenarbeit mit Deinem Ministerium, den anliegenden Kommunen, der zuständigen Polizeibehörde und Straßenplanern sollen die Überlegungen ergänzt werden, die dann zusammen ausgearbeitet werden. Auch wenn die Strecke nicht als Unfallschwerpunkt in NRW gilt, so ist die Forderung der Kommunen, diese Strecke erst gar nicht dahin kommen zu lassen. Jeder Tote ist einer zu viel. Die Strecke kann als Pilotprojekt für schnellen, aber sicheren Verkehrsfluss in NRW etabliert werden.“

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