Vorsicht, Hasenpest
Tularämie-Fälle in Waltrop aufgetreten

Waltrop -

Landwirte, Jäger und Waldarbeiter sind alarmiert: In Waltrop im Kreis Recklinghausen wurden nach vorliegenden Informationen tote Feldhasen gefunden, die mit Tularämie infiziert waren – im Volksmund „Hasenpest“. 

Sonntag, 20.01.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 18:20 Uhr
Feldhasen haben bei der Hasenpest kaum eine Chance.
Feldhasen haben bei der Hasenpest kaum eine Chance. Foto: dpa

Der Erreger der meldepflichtigen Tularämie ist hochinfektiös und kann auch auf den Menschen übertragen werden.

Die Tiere selbst verenden innerhalb weniger Tage. Beim Menschen löst der Erreger unter anderem Symptome wie bei einer schweren Grippe aus. Jährlich werden in Deutschland 20 bis 30 Fälle registriert. Wird die Infektion nicht behandelt, endet sie laut Robert-Koch-Institut (RKI) in bis zu 60 Prozent der Fälle tödlich. Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen riet am Wochenende zu erhöhter Vorsicht.

Laut RKI sollten zum Schutz vor Übertragung bei Kontakt mit kranken und toten Feldhasen und Wildkaninchen verschiedene Maßnahmen getroffen werden. Insbesondere sollten Jäger beim Abbalgen Handschuhe und Atemmasken tragen und auffällige Tiere den Behörden melden. In Gegenden, in denen Fälle von Tularämie aufgetreten sind, sollte zudem Oberflächen- und Brunnenwasser vor dem Trinken abgekocht werden.

Zuletzt war die Tularämie im Landkreis Ansbach in Bayern aufgetreten.

Hinweise

Weiterführende Informationen zur Hasenpest (Tularämie) finden sich im Internet unter anderem beim Friedrich-Loeffler-Institut ( www.fli.bund.de ), beim Robert-Koch-Institut ( www.rki.de ) sowie beim Institut für Risikobewertung ( www.bfr.bund.de ).

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