Pfarrer Ulrich Terlinden weiterhin vom Dienst freigestellt
Vorwürfe sind strafrechtlich nicht relevant

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Für die Staatsanwaltschaft Kleve kommt die Einleitung eines Verfahrens gegen Pfarrer Ulrich Terlinden nicht in Betracht, da gegen ihn keine strafrechtlich relevanten Gründe vorliegen. Es werden nun innerkirchliche Untersuchungen eingeleitet. Terlinden wird seitens des Bistums ein für einen Priester unangemessenes Verhalten mit sexuellem Hintergrund vorgeworfen.

Mittwoch, 23.01.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 21:08 Uhr
Pfarrer Ulrich Terlinden während seiner Zeit in Ottmarsbocholt.
Pfarrer Ulrich Terlinden während seiner Zeit in Ottmarsbocholt. Foto: ure

Die Staatsanwaltschaft Kleve wird gegen Pfarrer Ulrich Terlinden kein Strafverfahren eröffnen. Das Bistum Münster hatte gegen den Geistlichen Anzeige erstattet wegen dessen, wie es hieß, „unangemessenen Verhaltens“ mit sexuellem Hintergrund. Darüber hinaus hatte die Staatsanwalt über zwei Anzeigen von Privatpersonen mit entsprechenden Vorwürfen zu entscheiden. Der 50-jährige Terlinden war bis Ende 2010 Gemeindepfarrer in Ottmarsbocholt und zuletzt als Leitender Pfarrer in der Pfarrei Heiliger Johannes der Täufer in Bedburg-Hau eingesetzt.

„Nach intensiver rechtlicher Würdigung der eingegangenen Strafanzeigen“ sei die ermittelnde Staatsanwältin zu dem Entschluss gekommen, kein Verfahren zu eröffnen, erklärte Günter Neifer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Kleve, auf Anfrage. Die gegen Terlinden erhobenen Vorwürfe seien „ohne strafrechtliche Relevanz“. Allein dies zu prüfen sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

Unangemessene Kontakte

Gleichwohl „werden nun innerkirchliche Untersuchungen eingeleitet“, berichtet Dr. Stephan Kronenburg auf Anfrage. Bis auf weiteres bleibe der Priester vom Dienst freigestellt, führte der Pressesprecher des Bistums Münster aus.

Terlinden war nach Bekanntwerden der gegen ihn erhobenen Vorwürfe am 10. Dezember mit sofortiger Wirkung vom priesterlichen Dienst freigestellt worden. In Bedburg-Hau hatte ein 19-Jähriger dem Pfarrer ein „unangemessenes Kommunikationsverhalten“ zur Last gelegt. Einige Tage später wurden weitere Vorfälle öffentlich, von denen einer Terlindens Zeit in Ottmarsbocholt betrifft.

Nach Angaben des Bistums ist es dort zu sexuellen Annäherungen an einen Erwachsenen gekommen. Später sei es zu „für einen Priester unangemessenen Kontakten, im Sinne eines Austauschs elektronischer Nachrichten mit sexuellen Inhalten“ mit zwei Männern sowie zu einem Minderjährigen gekommen, hieß es seitens des Bistums.

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