Warnung vor Telefon-Betrugsmasche
Betrüger geben sich als Polizisten aus - Rhederin durchschaute die Falle

Senioren werden immer häufiger von Betrügern, die es selbst auf Geld und Wertgegenstände abgesehen haben, vor einem möglichen Einbruch am Telefon gewarnt. Nun wollte ein Duo - als angebliche Polizisten - eine 87-Jährige in Rhede um ihr Erspartes bringen - der Versuch scheiterte jedoch.

Mittwoch, 06.02.2019, 15:33 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 19:11 Uhr
Warnung vor Telefon-Betrugsmasche: Betrüger geben sich als Polizisten aus - Rhederin durchschaute die Falle
Foto: dpa (Symbolbild)

Die Betrüger haben es in der Regel auf die Wertgegenstände der älteren Mitmenschen abgesehen-  und versuchen die Gutgläubigkeit ihrer Opfer auszunutzen: Am Dienstag (5.2.) riefen zwei Personen bei einer 87-jährigen Frau aus Rhede an und gaben sich als Polizisten aus.

Dies sei eine typische Masche von Betrügern, um an das Geld und die Wertgegenstände von Senioren zu gelangen, schreibt die Polizei-Kreisbehörde in Borken. Die Täter berichten am Telefon von Einbrüchen und Hinweisen, dass bei den Opfern demnächst Einbrüche stattfinden sollen. So wollen sie die Senioren verängstigen. Da sich die Betrüger als Polizisten ausgeben, erschleichen sie das Vertrauen ihrer Opfer.

Die Betrüger legen es darauf an, Informationen über das Vermögen und über wertvolle materielle Gegenstände der Senioren zu erhalten. Die Täter wollen so erreichen, dass die nun verängstigten Senioren ihr Geld in sichere Hände legen. Die Polizei schreibt: „Es handelt sich aber um Hände der skrupellosen Betrüger." Mit dieser Masche sei es den Betrügern bereits gelungen, einige Senioren um ihr Erspartes zu bringen.

Bei der 87-jährigen Frau aus Rhede gelang dies den allerdings Betrügern nicht. Die Frau wandte sich an Familienanghörige, die daraufhin die Polizei informierten.

Wie man sich vor Betrug am Telefon schützen kann

1/11
  • Immer wieder versuchen Betrüger vor allem ältere Menschen am Telefon zu täuschen, um so an ihr Geld zu kommen. Die Polizei gibt Tipps für das Verhalten am Telefon.

    Foto: dpa
  • Geben sich die Anrufer als Polizisten aus, ist wichtig zu wissen: Die 110 ruft nie an!

    Foto: dpa
  • Wird man angerufen, soll man sich nicht mit dem Namen melden. Besser sei es auf Begrüßungsformeln zurückzugreifen, wie „Hallo“ oder „Guten Tag“. Das erschwert es den Anrufern, sich das Vertrauen zu erschleichen.

    Foto: dpa
  • „Hallo Oma, ich bin es!” Wenn sich der Anrufer nicht mit Namen meldet, soll man sich nicht dazu verleiten lassen, den Namen zu erraten.

    Foto: dpa
  • Um sich selbst zu schützen, sollte man am Telefon keine persönlichen Daten preisgeben.

    Foto: dpa
  • Auf Fragen oder Aussagen des Anrufers nie mit „Ja“ antworten. Betrüger könnten das „Ja“ aufzeichnen und bei sprachgesteuerten Diensten als Einverständniserklärung nutzen.

    Foto: dpa
  • Ganz wichtig: Auflegen ist erlaubt. Kommt einem der Anruf merkwürdig vor - einfach auflegen!

    Foto: Colourbox.de
  • Ist man sich unsicher, immer eine vertraute Person hinzuziehen.

    Foto: dpa
  • Die Betrüger gehen oft geschickt vor und verwickeln einen in lange Gespräche. Aus diesen heraus zu kommen, ist manchmal nicht einfach, Um sich zu schützen, sollte man nicht warten, dass der Anrufer das Telefonat beendet, sondern selbst die Initiative ergreifen.

    Foto: dpa
  • Auch „Nein“ zu sagen ist erlaubt. Möchte man auf Fragen des Anrufers ungern antworten, ist es nicht schlimm, die Frage nicht zu beantworten und „Nein“ zu sagen.

    Foto: dpa
  • Haben Betrüger angerufen, sollte man die Polizei informieren, indem man die 110 wählt.

    Die Polizei im Kreis Borken bietet die Tipps auch als übersichtliche Infokarte zum Download an, die man ausgedruckt neben das Telefon legen kann.

    Foto: dpa
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6374005?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Jutta van Asselt ist im Theater zu Hause
Jutta van Asselt an einem ihrer Lieblingsplätze – dem Zuschauerraum des Schauspielhauses.
Nachrichten-Ticker