Grippewelle fordert Tote
Zahl der Erkrankungen steigt stark an

Münster/Coesfeld -

Die Grippe breitet sich auch im Münsterland aus. Besonders hart getroffen hat es den Kreis Coesfeld. Und es könnte noch schlimmer kommen.

Dienstag, 12.02.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 16:32 Uhr
Grippewelle fordert Tote: Zahl der Erkrankungen steigt stark an
Foto: Maurizio Gambarini, dpa (Symbolbild)

Volle Arztpraxen, leere Büros, Angst vor steigenden Infektionszahlen – die Grippewelle hat Deutschland fest im Griff. Besonders Kinder und ältere Menschen sind aktuell vor allem vom Influenza-A-Virus betroffen. Obwohl die Zahlen der Neuerkrankungen noch unter dem Vorjahresvergleichswert liegt, machen sich Mediziner und Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts (RKI) Sorgen vor den kommenden Wochen.

10.000 Grippefälle innerhalb einer Woche

Laut Daten des RKI wurden allein in der vergangenen Woche 10.000 Grippefälle aus den Arztpraxen gemeldet – davor waren es in zwei Monaten insgesamt 20.100 „labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle“. In diesem Winter leiden die meisten Patienten vor allem an langwierigen Atemwegserkrankungen. Ein Schwerpunkt in NRW liegt dabei im Kreis Coesfeld und dem Raum um die Städte Lippstadt und Soest. „Wir verzeichnen derzeit einen starken Anstieg der grippalen Infekte in unseren Arztpraxen“, sagt Anke Richter-Scheer , Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Dabei dürfte es sich mehrheitlich um grippale Infekte handeln, den Nachweis, ob es sich um den Influenza A-Virus handelt, müssten Laboruntersuchungen ergeben.

Bereits 49 Todesfälle

In dieser Wintergrippe-Saison meldet das Robert-Koch-Institut bereits 49 Todesfälle, die offiziell an den Folgen der Influenza-Grippe gestorben sind. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Besondere Infektionsgefahr besteht nach Angaben des RKI in Krankenhäusern sowie in Kindergärten und Horteinrichtungen. Gesundheitspolitiker und Ärzte hoffen aber darauf, dass sich die hohe Zahl der schweren Erkrankungen aus der vergangenen Grippesaison (nach offiziellen Angaben starben im Winter 2017/2018 am Influenza-Virus 1665 Patienten) nicht wiederholen werden. „Unsere Hausärzte melden gerade im Herbst einen starken Ansturm auf den Grippe-Impfstoff. Da haben viele wohl aus der letzten Grippe-Saison gelernt“, so Richter-Scheer.

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