„Dein Song“-Finale
Merles großer Moment neben Max Mutzke

Steinfurt/Köln -

Ihr ganzes Leben dreht sich um die Musik. Sie singt, sie tanzt, sie spielt mehrere Instrumente. Aber am Wochenende hat Merle Böwering aus Steinfurt den tollsten Moment ihrer Musikerkarriere erlebt.

Montag, 25.03.2019, 07:06 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 09:19 Uhr
Merle Böwering singt mit Max Mutzke ihre Komposition „Enough“. Für die Steinfurterin war das der tollste Moment eines besonderen Wochenendes.
Merle Böwering singt mit Max Mutzke ihre Komposition „Enough“. Für die Steinfurterin war das der tollste Moment eines besonderen Wochenendes. Foto: Max Kohr

Jetzt hat der Alltag sie wieder. Nach einem knappen Jahr „Dein Song“ mit dem Finale am Freitag ist die Steinfurterin Merle Böwering wieder zu Hause. „Ich bin ein bisschen traurig, dass alles vorbei ist“, sagt sie. Aber die „krassen“ Erinnerungen überwiegen: „Am tollsten war der Auftritt mit Max Mutzke “, erzählt sie am Sonntag.

„Es war richtig schön, neben dem zu stehen und mit ihm das Lied zu performen.“ Das war ihr anzusehen: Selbstbewusst tanzt und singt sie (playback) mit dem Promi an ihrer Seite, Jurymitglied und „Mia“-Frontfrau Mieze Katz tanzt auf ihrem Stuhl, die 40 mitgereisten Merle-Fans stehen, winken mit ihren Plakaten und einem Merle-Schriftzug.

40 Fans von jedem Finalisten

In den MMC-Studios Köln packen die Techniker tief in die Trickkiste. Für jedes Lied werden die Instrumente für die Bands neu aufgebaut, viele Männer und Frauen in schwarzen Shirts huschen möglichst unauffällig über die Bühne. Wenn Engels-Lametta von der Decke fällt, stehen vier Helfer bereit, die es vor dem nächsten Auftritt wieder wegfegen müssen. Dazwischen die 40 Fans von jedem Finalisten, die sich mit ihren Gesängen gegenseitig zu übertrumpfen suchen und ihre Favoriten antreiben: „Auf geht’s, Giulio, auf geht’s.“

Dass Jurymitglied und „Tonbandgerät“-Frontmann Ole Specht Merle wegen ihrer Entwicklung lobt, bekommt sie vor lauter Aufregung und in dem ganzen Tohuwabohu gar nicht mit. „Du bist ein komplett anderer Mensch als im Casting, das finde ich wunderschön“, sagte der.

Merle aus Steinfurt beim Finale von "Dein Song"

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  • Merles schönster Moment in der Sendung war, als sie ihr Lied mit Max Mutzke gesungen hat.

    Foto: Max Kohr
  • Ein großer Fanclub hat Merle nach Köln begleitet.

    Foto: Stefan Werding
  • Große Bühne für einen großen Auftritt: Merle aus Steinfurt bei "Dein Song"

    Foto: Stefan Werding
  • Im Konfettiregen: Sieger Peer Waibel (im gestreiften Hemd)

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  • Wie ein echter Profi hat Merle sogar Autogramme geschrieben - und davon gar nicht weniger.

    Foto: Stefan Werding
  • Gewonnen hat sie nicht, stolz und glücklich ist die Steinfurterin trotzdem. Freunde und Familie haben sie nach der Show gefeiert.

    Foto: Stefan Werding
  • Nach der Show gab es für Merle auch ohne Sieg viele Glückwünsche.

    Foto: Stefan Werding
  • Nach der Show gab es für Merle auch ohne Sieg viele Glückwünsche.

    Foto: Stefan Werding

Lob von Max Mutzke

Dafür hat sie sich über Max Mutzkes Lob sehr gefreut. Der hatte in den Stunden mit ihr „entdeckt, wie tief sie ist“. Sie habe ihre Komfortzone immer wieder verlassen, um ihr Lied noch besser zu machen. „Sie war so großzügig“, sagte der Sänger zur Bereitschaft der heute 17-Jährigen, immer wieder neue Kritik an dem von ihr komponierten Lied „Enough“ („ein Knüller“) zuzulassen.

Nach dem Auftritt zählte Merle auf der Bühne auf, was sie durch den Wettbewerb gelernt hat: „Dass man immer alles geben sollte, sich trauen sollte, alles zu zeigen, was man kann und offen sein sollte für neue Ideen“.

Sieger kommt aus München

Gewonnen hat den Wettbewerb der 14-jährige Peer Waibel aus München, Der hatte den Teenie Star- Mike Singer an seiner Seite. Ein Riesenvorteil: Die Kinder, die in dem Komponistenwettbewerb abstimmen, stehen zum großen Teil mehr auf Mike Singer als den bei ihnen weniger bekannten Max Mutzke oder Rea Garvey. Trotzdem sagt Merle: „Ich habe mich total für Peer gefreut. Wir sind ja alle schon ins Finale gekommen und deswegen haben wir ja alle ein bisschen gewonnen.“

Nach der Show geht sie zu den Kindern, die zu einer Uhrzeit, in der sie sonst schon im Bett liegen, vollgepumpt mit Adrenalin um Autogramme und Aufmerksamkeit bitten. Merle versucht, so vielen wie möglich den Wunsch zu erfüllen und bedauert, nicht zu allen hingehen zu können. Aber auch das „ist mal was anderes, das hat man ja nicht alle Tage“.

Diesen Montag geht es wieder zur Schule. Der Alltag bekommt einen neuen Namen: Merle macht im Sommer das Abitur.

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