Größtmöglichen Alarm ausgelöst
Geistig verwirrter Mann verursacht Großeinsatz in Nordwalde

Nordwalde -

Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat in der Nacht zum Donnerstag für einen Großeinsatz enormen Ausmaßes gesorgt. Der Mann hatte der Kreisleitstelle offenbar glaubhaft geschildert, dass infolge einer Schlammlawine bis zu 50 Kinder unter Schlammmassen begraben seien. Die Folge: Alarm für sämtliche mobilisierbare Rettungskräfte aus der Region.

Donnerstag, 11.04.2019, 07:58 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 08:15 Uhr
Größtmöglichen Alarm ausgelöst: Geistig verwirrter Mann verursacht Großeinsatz in Nordwalde
Foto: Keblat

Diese Nacht werden die unzähligen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte von Feuerwehr , Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und Polizei wohl so schnell nicht mehr vergessen: Ein nach ersten Erkenntnissen offenbar geistig verwirrter Mann hat in der Nacht zum Donnerstag den Notruf gewählt und eine eigentlich unglaubliche Situation offensichtlich so glaubhaft geschildert, dass sich die Kreisleitstelle in Rheine gezwungen sah, einen Alarm seltenen Ausmaßes auszulösen.

Größtmöglicher Alarm ausgelöst

Gegen 2.49 Uhr hatte der Mann in der Löttkenstraße in Nordwalde, einer augenscheinlich ruhigen Wohngegend nahe der Ortsdurchfahrtsstraße Emsdettener Straße (L559), den Notruf gewählt. Dem Disponenten am Ende der Leitung schilderte der Mann mittleren Alters, dass 30 bis 50 Kinder infolge einer Schlammlawine unter den Schlammmassen begraben seien. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Mann offenbar an einer größeren Straßenbaustelle. Die Kreisleitstelle sah sich infolge der Schilderungen offensichtlich gezwungen, den größtmöglichen Rettungsdienstalarm auszulösen: „MANV-3“, was für einen Massenanfall von Verletzten mit mehr als 50 Patienten und Betroffenen steht.

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Foto: Keblat

In einem solchen, durchaus sehr seltenen, Alarmfall mobilisiert die Leitstelle alle einsatzbereiten Rettungsmittel im Kreisgebiet, darüber hinaus auch in der Regel Kräfte aus umliegenden Kreisen sowie eigene dienstfreie Rettungsdienstkräfte und eine Vielzahl verschiedener Sonderfahrzeuge und Einheiten, darunter alleine mehrere Einsatzeinheiten der Hilfsorganisationen mit jeweils mehr als 30 ehrenamtlichen Kräften und von der Feuerwehr den Stab der Einsatzleitung.

Vollalarm auch für die Feuerwehr

Auch für die Feuerwehr Nordwalde wurde Vollalarm ausgelöst. Alleine die Nordwalder Wehr war nach einem Sirenenalarm mit rund 60 Kräften ausgerückt. In der Anfangsphase dürften so Einsatzkräfte in deutlich dreistelliger Größenordnung mit der gebotenen Eile auf dem Weg zum vermeintlichen Unglücksort gewesen sein.

Einsatzabbruch nach gut 20 Minuten

Rund 20 Minuten nach dem Großalarm konnte jedoch für nahezu alle eingesetzten Kräfte der Einsatzabbruch erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der geistig verwirrte Mann vor Ort in einem Rettungswagen weiterhin stark überzeugt von seinen Schilderungen und beharrte offenbar weiterhin darauf, dass es zu einer Schlammlawine mitten in Nordwalde gekommen sei. Eine Notärztin sowie weitere Kräfte von Rettungsdienst und Polizei kümmerten sich um den Mann, bis dieser schließlich gegen 4.30 Uhr mit einem Krankentransportwagen in eine geeignete Klinik eingewiesen wurde. Die weiteren Ermittlungen und die Aufbereitung dieses kurzzeitigen Großeinsatzes dauern jetzt an.

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Foto: Keblat

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