Menschen gefährdet
Zeugen stoppen lebensgefährliche Alkoholfahrt

Dülmen -

Zeugen haben am Dienstagabend einen Mann gestoppt, der sich offenbar volltrunken hinters Steuer gesetzt hatte. Bei seiner Trunkenheitsfahrt gefährdete er etliche andere Verkehrsteilnehmer.

Mittwoch, 05.06.2019, 09:18 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 12:43 Uhr
Menschen gefährdet: Zeugen stoppen lebensgefährliche Alkoholfahrt
Foto: dpa (Symbolbild)

Wie die Polizei berichtet, ist ein 49-jähriger Mann am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr mit zwischenzeitlich lediglich 40 km/h in Schlangenlinien über die B474 und K27 von Dülmen in Richtung Hiddingsel gefahren.

Der Mann steuerte mehrmals in den Gegenverkehr, fuhr den Außenspiegel eines entgegenkommenden Wagens ab, der ausweichen musste, um Schlimmeres zu verhindern - und warf in der Nähe des Sportplatzes Rödder eine Bierflasche aus dem Fenster. Um ein Haar fuhr er in eine Rennradgruppe.

Zeugen verhinderten Schlimmeres

Eine Autofahrerin versuchte, den Audi-Fahrer auszubremsen - der allerdings fuhr unbeirrt weiter, sodass die Frau nach rechts ausweichen musste. Auf der Daldruper Straße/Brinkstraße in Hiddingsel bremste der Dülmener schließlich.

Zeugen nutzen diesen Moment, um die Türen zu öffnen und den Audi-Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen. Als Polizisten ihn aufforderten, auszusteigen, weigerte sich der 49-Jährige und klammerte sich ans Lenkrad.

Autofahrer stand unter Alkoholeinfluss

Laut Polizeiangaben war der Mann offensichtlich betrunken. Die Beamten mussten ihn aus dem Wagen ziehen, wobei der Mann Widerstand leistete. Polizisten nahmen ihn mit zur Wache Dülmen. Dort wurden ihm zwei Blutproben entnommen. Bei der Überprüfung des Mannes stellten die Beamten fest: Der Führerschein ist dem Dülmener bereits per Gerichtsbeschluss dauerhaft entzogen worden.

Die Beamten haben den Autoschlüssel sichergestellt. Ein Taxi brachte den Mann später nach Hause. Die Trunkenheitsfahrt hat ein Nachspiel:

1. Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss

2. Fahren ohne Fahrerlaubnis

3. Unfallflucht

4. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

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