Trockenheit
Doch kein Wasser-Notstand im Westmünsterland

Kreis Borken -

Die dramatische Warnung hat offenbar gewirkt: Die SVS-Versorgungsbetriebe, die Stadtlohn, Vreden und Südlohn mit Wasser versorgen, haben nun doch noch genug Wasser.

Freitag, 28.06.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 20:40 Uhr
Trockenheit: Doch kein Wasser-Notstand im Westmünsterland
Gerade jetzt brauchen Pflanzen viel Wasser, welches aber mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Foto: Uwe Anspach/dpa

Nach der dramatischen Warnung vom Mittwoch, bei gleichbleibend hohem Wasserverbrauch binnen zwei Tagen womöglich auf dem Trockenen zu sitzen, sah SVS-Geschäftsführer Thomas Spieß am Freitag erste Erfolge des Spar-Appells. Den hatten SVS und die Spitzen der drei Kommunen an die Bevölkerung vor Ort gerichtet.

Er sehe ein „erstes kleines Pflänzlein“ infolge des Aufrufs, Wasser zu sparen, so Spieß auf Anfrage unserer Zeitung. „Trinkwasser ist ein Lebensmittel“, so Spieß auch mit Blick auf Wettervorhersage, die bis zu 34 Grad am Wochenend angekündigt hat. Da sei es wichtig, dass das kostbare Nass allenfalls für Mensch und Tier und als Löschwasser gebraucht werde.

Wie der SVS-Chef erläuterte, sei erst am vergangenen Sonntagvormittag plötzlich klar geworden, dass der Wasserversorger womöglich auf einen Notstand zusteuere. Von jetzt auf gleich hätten die rund 14.700 Kunden bis zu 1000 Kubikmeter pro Stunde abgezapft, vor allem um Gärten zu wässern. Das ist mehr als doppelt so viel wie an normalen Sommertagen. Gleichzeitig sei die eigene Wasserförderung wegen sinkendem Grundwasserpegel von sonst 400 Kubikmetern auf 270 zurückgegangen, sagte Thomas Spieß.

Auch die regulären Wasser-Ankäufe bei den „Nachbarn“ in Borken hätten das Minus nicht ausgleichen könne. Angesichts von mehr als 500 Kubikmetern, die plötzlich pro Stunde fehlten, drohten die beiden SVS-Wasserspeicher in Stadtlohn-Hundewick und Vreden, die jeweils rund 3000 Kubikmeter fassen, leer zu laufen.

"Wenn sich alle disziplinieren, kriegen wir das hin“, zeigte sich Spieß gestern zuversichtlich. Und wem es im SVS-Gebiet zu heiß wird, für den gibt es aus aktuellem Anlass freien Eintritt in die Freibäder.

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