Wetterprognose
Neue Hitzewelle trifft das Münsterland

Münsterland -

Dem Münsterland steht eine neue Hitzewelle bevor: Nachdem die Sommerferien eher trüb gestartet sind, kehrt nach einem wechselhaften Wochenende ab Montag der Hochsommer zurück.

Mittwoch, 17.07.2019, 18:44 Uhr
Wetterprognose: Neue Hitzewelle trifft das Münsterland
Ab Montag knackt das Münsterland die 30-Grad-Marke. Foto: dpa

Mit bedecktem Himmel hat der Juli bisher für einen recht unterkühlten Start in die Ferien gesorgt. Nordwestwinde von der Nordsee brachten trübes Wetter mit sich.

Ab Donnerstag (18.7.) dreht der Wind und trägt aus Südwesten warme, feucht Luft mit sich, sagt Jürgen Schmidt , Diplom-Meteorologe bei "Wetterkontor". Dadurch klettern die Temperaturen hoch auf 27 Grad. Der Donnerstag startet zunächst schön, später zieht von Westen Regen heran.

Auch am Freitag wird das Wetter sommerlich bei weiterhin 27 Grad. Erst abends kann es zu vereinzelten Schauern kommen.

Gewitter am Wochenende

Am Wochenende bleibt das Wetter unbeständig. Am Samstag steigen die Temperaturen auf 28 Grad, im Verlauf des Tages kann es zu weiteren, teils heftigen Schauern oder auch Gewittern kommen. Es besteht aber "keine extreme Unwetterlage", sagt Jürgen Schmidt.

Am Sonntag kühlt sich die Luft im Vergleich zum Samstag zunächst um ein bis zwei Grad ab, dafür sinkt die Regenwahrscheinlichkeit. 

Neue Woche bringt Hitze

Ab Montag (22.7.) wird im Münsterland die 30-Grad-Marke geknackt. Dienstag und Mittwoch können die Temperaturen auf bis zu 34 Grad steigen. Ursache ist heiße und trockene Luft aus Frankreich und Spanien.

Die Hitzewelle könnte das Münsterland den Rest der Woche in ihrem Griff halten, das sei bisher "aber nicht 100 Prozent sicher", so Jürgen Schmidt.

Bis zu 40 Grad möglich

Im Südwesten Deutschlands können die 30 Grad dagegen schon vor dem Wochenende erreicht werden. In diesen Regionen sind ab Montag Werte bis 35 Grad sehr sicher. Möglicherweise können mit Werten um die 40 Grad die Hitzerekorde von Ende Juni gebrochen werden.

Diese Temperaturen werden aber nur in den südlichen und östlichen Teilen Deutschlands erwartet, im Münsterland bleibt es höchstwahrscheinlich moderater.

Wie man Hitzetage gut übersteht

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  • Die kommenden Tage werden heiß. Wie übersteht man die große Hitzewelle? Tipps für einen Tag mit Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten:

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  • 4.00 Uhr: Wer Pflanzen etwas Gutes tun will, sollte an heißen Tagen besonders früh aufstehen. Vor Sonnenaufgang ist der Boden am kältesten. Aber natürlich ist das Gießen ein paar Stunden später auch noch sinnvoll. Was ist mit dem Abend? Dann ist der Boden vom Sonnenschein den ganzen Tagen über noch aufgeheizt, es verdunstet ebenfalls viel Nässe. Allerdings betont Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin: im Zweifel lieber direkt gießen, wenn Pflanzen die Köpfe hängen lassen.

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  • 6.00 Uhr: Frühmorgens sollte man lüften, und zwar nicht zu kurz. Denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Wärme. Können sie am Morgen nicht auskühlen, geben sie im Verlauf des Tages ihre Wärme an den Raum ab. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben. Daneben hilft es, die Scheiben zu verdunkeln. Wer die Wahl hat, sollte außenliegende Schattenspender wie Rollläden und Markisen wählen.

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  • 7.00 Uhr: An heißen Tagen sollten Halter ihren Hund nicht zu stark fordern. „Es reicht in der Regel, am Morgen und am Abend spazieren zu gehen“, sagt Ariane Ullrich vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater aus Hofheim. Sinnvoll sei es, die Mittagshitze zu vermeiden. Auch einen Besuch in der Hundeschule dürfe man mal ausfallen lassen, falls der Platz in der prallen Sonne liegt.

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  • 8.00 Uhr: Wer morgens mit dem Pedelec zur Arbeit fährt, sollte das Elektrofahrrad an einem möglichst schattigen Ort abstellen. Denn große Hitze wirkt sich mit der Zeit schlecht auf die Lebensdauer von Pedelec-Akkus aus, erklärt die Sachverständigenorganisation Dekra. Und bevor Radler den aufgeheizten Akku erneut laden, lassen sie ihn besser zunächst abkühlen.

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  • 10.00 Uhr: Wer sich als Freiberufler oder Selbstständiger ein mobiles Klimagerät für sein Büro kauft, kann die Ausgaben steuerlich geltend machen. Kostet das Gerät nicht mehr als 800 Euro, senken die Ausgaben die Steuerlast sofort, erklärt der Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Bei Anschaffungskosten bis 1000 Euro netto kann es über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Ansonsten wird der Steuervorteil grundsätzlich über elf Jahre anhand der Nutzungsdauer verteilt. Auch für das häusliche Arbeitszimmer kann sich eine Klimaanlage steuerlich lohnen. Wird beispielsweise nur das Arbeitszimmer gekühlt, können die Kosten den Werbungskosten zugerechnet werden.

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  • 11.00 Uhr:  Trinken ist bei hochsommerlichen Temperaturen das A und O. „2,5 bis 3 Liter Wasser am Tag und ich betone Wasser. Das geht nicht mit süßen Limonaden, die durstig machen, und erst recht nicht mit Alkohol“, sagt der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie an der Uniklinik Bonn, Dirk Skowasch. Kranke mit Herz- oder Bluthochdruckproblemen sollten mit ihrem Arzt ein passendes Konzept fürs Trinken besprechen. 

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  • 12.00 Uhr: „Kein Sport in der Mittagshitze und bei so hohen Temperaturen am besten gar nicht“, rät der Bonner Mediziner Skowasch. Bei Hitze kann man also von der „Siesta“ der Spanier lernen. Aktivitäten draußen sollten in die Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Und auch beim Essen empfiehlt Skowasch, langsam zu machen: „Lieber mehrere kleine Mahlzeiten, Obst und Gemüse.“ 

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  • 13.00 Uhr: Zeigt das Thermometer am Arbeitsplatz Temperaturen von 26 Grad und mehr an, sollte der Arbeitgeber etwas tun. Und ab 30 Grad muss er das sogar, erklärt die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) mit Verweis auf die Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Gegen Hitze im Büro kann der Chef zum Beispiel Getränke zur Verfügung stellen, vorübergehend Gleitzeit einführen oder die Kleiderordnung lockern. Eine Chance auf Hitzefrei haben Arbeitnehmer allerdings erst, wenn in einem Raum mehr als 35 Grad herrschen.

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  • 14.00 Uhr: Das Smartphone in der Hitze auf der Terrasse liegen lassen? Keine gute Idee! Viele Elektronikgeräte vertragen keine hohen Temperaturen. Darauf weist das Telekommunikationsportal „Teltarif.de“ hin. Neben dem Akku können auch weitere Bauteile Schaden nehmen. Bei zu hohen Temperaturen können auch Sicherheitseinrichtungen der Akkus greifen und etwa Batterieflüssigkeiten auslaufen. Das führt unter Umständen zu Beschädigungen am Gerät und macht die Akkus unbrauchbar. Deswegen lagert man Powerbanks und Elektronikgeräte besser vor Sonnenlicht geschützt und lässt sie nicht im sommerlich warmen Auto.

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  • 15.00 Uhr: Für Babys und Kleinkinder ist Hitze besonders gefährlich. Sie können ihren Wärmehaushalt noch nicht so gut regulieren, warnt die BZgA. Deshalb sollten Kinder mit Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille gegen die Strahlen geschützt werden und am besten im Schatten spielen. Hochroter Kopf, Bewusstseinsstörungen und erhöhte Körpertemperatur sind laut BZgA Symptome eines Hitzschlags, bei dem Kinder sofort aus der Sonne und zu einem Arzt oder ins Krankenhaus müssen. 

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  • 16.00 Uhr: So schön der langersehnte Sommer auch ist, ein Baum oder Sonnenschirm spendet Schatten und kühlt ab. „Aus der Hitze raus, in den Schatten, luftige Kleidung - das klingt banal, ist aber wichtig“, so der Bonner Mediziner Skowasch.

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  • 17.00 Uhr: Puh, der Tag im Büro oder die Schicht am Band sind geschafft. Gut, wer jetzt ein Auto mit Klimaanlage hat. Aber bitte nicht einsteigen und dann den Innenraum „tieffrosten“. Zunächst lüftet man den Innenraum einmal gut durch - das lässt die aufgestaute Hitze raus. Und auf Kurzstrecken bei niedrigem Tempo wie in der Stadt öffnen Autofahrer im Sommer besser die Fenster, rät der Tüv Süd. Denn die Klimaanlage bringe auf Distanzen von wenigen Kilometern nichts. Ansonsten gilt: Zwischen der Außentemperatur und dem Innenraum des Autos stellen Autofahrer besser bei Hitze nicht mehr als acht Grad Differenz ein. Denn ansonsten drohen Erkältungen oder Schwierigkeiten mit dem Herz-Kreislaufsystem, erklärt der Tüv Thüringen.

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  • 18.00 Uhr: Wenn die Sonne brennt und der Schweiß läuft, erscheint oft nichts besser als eine kalte Dusche. Die ist für den Körper aber leider mehr Belastung als Erfrischung. „Das ist wie mit eiskalten Getränken. Der Körper muss sich danach wieder aufwärmen auf Außentemperatur. Das kostet Energie“, sagt Skowasch. Also lieber lauwarm duschen.

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  • 19.00 Uhr: Ist es zu heiß, sollte man auf das Rasenmähen verzichten - nicht grundsätzlich, aber zu bestimmten Tageszeiten. Denn bei Temperaturen über 30 Grad trocknet der Boden viel zu schnell aus, erläutern die Gartenexperten der DIY Academy in Köln. Daher wird diese Arbeit besser erst in den kühleren Abendstunden erledigt. Beachten muss man dabei allerdings: Zwischen 20.00 und 7.00 Uhr dürfen in Wohngebieten Rasenmäher nicht mehr eingesetzt werden.

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  • 20.00 Uhr: Auf der Gartenparty oder beim netten Zusammensein auf dem Balkon: Jetzt ein Gläschen Wein oder Bier! Doch Vorsicht: Bei Hitze wirkt Alkohol schneller und intensiver, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wer es übertreibt, riskiert Kreislaufprobleme bis zur Bewusstlosigkeit. Die hohen Temperaturen entziehen dem Körper darüber hinaus Flüssigkeit - man schwitzt. Durch Alkohol gehen dem Körper noch mehr Mineralstoffe verloren. So kann es leichter zu Hitzschlägen kommen.

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  • 23.00 Uhr: In ungewöhnlich warmen Nächten sollte man zum Schlafen in den kühlsten Raum gehen – beispiels­weise auf den Balkon oder  in den Keller, meint der Schlafforscher Peter Young aus Münster.

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