Schreck am Sudholtshof
Ratte taucht plötzlich in der Toilette auf

Ahlen -

Jetzt auch noch das: Ratten in der Toilettenschüssel. Anwohner im Süden Ahlens durchlebten Schrecksekunden, die sich wiederholen sollten.

Montag, 22.07.2019, 05:00 Uhr
Durchbruch, um im nicht unterkellerten Teil ans Fallrohr zu kommen. Eine Sperre soll Ratten von der Toilettenschüssel fernhalten.
Durchbruch, um im nicht unterkellerten Teil ans Fallrohr zu kommen. Eine Sperre soll Ratten von der Toilettenschüssel fernhalten. Foto: Ulrich Gösmann

Schrecksekunden am Sudholtshof – und das nicht zum ersten Mal. Hier sollen es Ratten durchs Kanalnetz bis ins Badezimmer geschafft haben.

„Meine Tochter machte den Toilettendeckel auf und sah, wie eine Ratte blitzschnell verschwand“, erregt sich der Eigentümer eines Eigenheims am Rande des Erlengrunds, der seinen Namen aus erklärbaren Gründen an dieser Stelle nicht öffentlich machen möchte. Er hatte von dem nicht enden wollenden Rattenärger am Lütkeweg und aktuell auch an der Fritz-Husemann-Straße in unserer Zeitung gelesen und sich am Wochenende mit seinem Fall an die Redaktion gewandt.

Meine Tochter machte den Toilettendeckel auf und sah, wie eine Ratte blitzschnell verschwand.

Hausbesitzer

Seine Tochter sei mit den Nerven am Ende . „Wir waren ein paar Tage im Urlaub, das arme Mädchen war ganz allein im Haus. Das muss man sich mal vorstellen.“ Nach der Rückkehr, berichtet der 55-Jährige, seien auch er und seine Frau Zeugen einer Kloratte geworden. Beide Katzen hätten auffällig lange vor der Toilettentür auf der Lauer gelegen. Für den ehemaligen „Westfalen“-Kumpel ein Indiz, dass da irgendetwas nicht stimme. „Dann haben auch wir das Fiepen gehört. Und ein Kratzen im Rohr.“

Als Eigentümer meldete er sein Erlebtes wenige Stunden vor dem Wochenende der städtischen Ordnungsabteilung. Dort sei ihm gesagt worden, die Angelegenheit als dringlich einzustufen und eine Fachfirma zu informieren, die gerade Köder im Kanalnetz auslege.

Rattensperre kommt ins Fallrohr

Am Samstag wurde der Hausbesitzer selbst aktiv: Im Keller stemmte er eine Zwischenwand auf, um an das Fallrohr im nichtunterkellerten Teil unterhalb des Badezimmers zu kommen. Ein Kraftakt. Dort will er jetzt eine Rattensperre einbauen.

Wir haben Katzen und können daher keine Köder auslegen.

Hausbesitzer

Vor genau einem Jahr, lässt der Hobbyangler noch wissen, hätten sich schon einmal Ratten in seiner Toilettenschüssel verirrt. Nach mehreren Anrufen bei der Stadt sei der Spülwagen rausgekommen und habe den Kanal kräftig durchgespült. Das habe sein Problem zwar nicht gelöst, wohl aber die Laufwege im Kanal von Rattenkot einmal gründlich befreit. Irgendwann habe sich die ganze Sache dann von selbst erledigt. Bis jetzt. Vor acht Wochen meldete sich der Ärger mit einem toten Tier in seinem Garten zurück. „Neben der Wasserpumpe lag ein richtig dicker Bello“, sagt er – und zeigt sich ratlos. Im Umfeld nichts, was die Nager anziehen könnte. Weder Mist- noch Komposthaufen, weder Hühner noch Tauben – hier und anderswo. Für ihn, wie er sagt, ein Drama: „Wir haben Katzen und können daher keine Köder auslegen.“ Fallen? Fehlanzeige. Versuche im Vorjahr liefen ins Leere.

Noch mehr Ratten im Stadtteil „Mexiko“

Gespräche mit Nachbarn hätten in diesen Tagen bestätigt, dass auch an anderen Stellen im Stadtteil „Mexiko“ – dem Süden Ahlens – Ratten verstärkt unterwegs seien. Auf den Straßen und auf den Grundstücken. Die Leute seien fassungslos.

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