Polizei sucht dunklen SUV
Zwei Schwerverletzte bei Wohnmobil-Unfall auf der A31

Ochtrup -

Dramatischer Autobahn-Crash: Auf der A31 in Fahrtrichtung Bottrop ist am Samstagmittag ein Wohnmobil auf die Seite gekippt und über die Fahrbahn geschleudert worden, zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Verantwortlich dafür soll der Fahrer eines schwarzen SUV sein, doch das Fahrzeug konnte bislang unerkannt flüchten.

Samstag, 03.08.2019, 13:23 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 13:08 Uhr
Polizei sucht dunklen SUV: Zwei Schwerverletzte bei Wohnmobil-Unfall auf der A31
Foto: Jens Keblat

Samstagmittag, 11.55 Uhr: Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Ochtrup sowie zahlreiche Rettungskräfte und die Autobahnpolizei. Bereits die erste Alarmierung zu diesem Einsatz deutete einen schweren Verkehrsunfall mit möglicherweise eingeklemmten Personen und einem beteiligten Wohnmobil an, für Feuerwehr-Einsatzleiter Frank Piel und dessen Teams in den Einsatzfahrzeugen der Ochtruper Wehr habe es sich dennoch zunächst noch um eine unklare Lage gehandelt, wie er vor Ort auf Nachfrage erklärte.

Bei Eintreffen habe sich die Lage dann wie folgt dargestellt: „Das Wohnmobil lag auf der Seite, eine Person war bereits befreit und eine weitere, die noch in dem Wohnmobil festsaß, musste von uns über die Windschutzscheibe befreit werden.“ Zudem habe sich ein aus dem Wohnmobil herausgekletterter Hund an der Unfallstelle befunden, ebenso wie ein zweites Fahrzeug, ein Audi A3, dessen 31 Jahre alter Fahrer aus Spelle jedoch unverletzt blieb.

Wohnmobil auf der A31 verunglückt

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  • Bei einem Unfall mit einem Wohnmobil sind auf der A31 bei Ochtrup zwei Menschen verletzt worden.

    Foto: Jens Keblat
  • Nach Angaben der Polizei war das Wohnmobil am Samstagmittag aus zunächst ungeklärter Ursache umgekippt.

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Offenbar war das Fahrzeug von Trümmerteilen getroffen worden und ebenso wie die Mittelschutzplanke beschädigt worden. Der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Westfalen“ flog die 80-jährige, schwer verletzte Beifahrerin aus dem Wohnmobil in die Spezialklinik nach Enschede, ihr 84-jähriger Ehemann, der den alten Fiat Ducato gefahren hatte, wurde ebenfalls schwer verletzt mit einem Rettungswagen nach Enschede gebracht.

Der Hund des Ehepaares wurde während des zweistündigen Einsatzes zunächst von der Feuerwehr betreut und später einer Tierbetreuung übergeben. Die Rettungskräfte hatten zudem vor allem das Wohnmobil im weiteren Einsatzverlauf im Blick, weil sich in dem Gefährt noch eine Gasflasche befand, deren Zustand infolge des Unfalls unklar war. Die Feuerwehr stellte deshalb bis zum Abschluss der Bergungsmaßnahmen den Brandschutz an der Unfallstelle sicher.

Unfallursache ungeklärt

Insgesamt bildete sich ein mehr als sechs Kilometer langer Rückstau bis nach Niedersachsen, viele Verkehrsteilnehmer nutzten die Ochtruper Innenstadt als Umleitungsstrecke. Die Ochtruper Wehr lobte später in den sozialen Medien die korrekt gebildete Rettungsgasse auf der A31.

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Nach Angaben der Polizei Münster war das Ehepaar aus Aurich in Richtung Ruhrgebiet unterwegs, als es kurz hinter der Anschlussstelle Ochtrup-Nord zu einem Manöver kam, das den Ermittlern derzeit noch ein großes Rätsel aufgibt, denn es gibt offenbar einen weiteren Unfallbeteiligten, der zudem auch noch der Verursacher des folgenschweren Ereignisses sein soll: Demnach soll ein schwarzer Geländewagen, ein SUV, etwa drei Kilometer hinter der Anschlussstelle Ochtrup-Nord auf der linken Spur an dem Wohnmobil vorbeigezogen sein.

Doch dann sei das SUV unvermittelt auf den rechten Fahrstreifen vor das Wohnmobil der Senioren gezogen sein und dann abrupt „und ohne ersichtlichen Grund“ stark abgebremst haben, wie es in einer ersten Polizeimeldung dazu heißt. Zeugen wollen dieses rätselhafte Manöver beobachtet haben, konnten jedoch gegenüber den Beamten offenbar keine weitergehenden Angaben zu dem unbekannten Fahrzeug und dessen Fahrer machen.

Die Polizei sucht deshalb dringend weitere Zeugen - diese werden gebeten, sich bei der Polizei Münster unter der Telefonnummer 0251/275-0 zu melden.

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