Containertour „Apokalypse Münsterland“
„Meisterstück“ virtuell erleben

Havixbeck -

In einem Museum auf Rädern können Besucher das „Meisterstück“ aus dem Sandstein-Museum und die Gräftenbrücke der Burg Hülshoff unter anderem erleben. Möglich macht den virtuellen Ausstellungsbesuch das Projekt „Apokalypse Münsterland“, dessen Container auf Tour geht.

Mittwoch, 14.08.2019, 06:00 Uhr
Im Container des Projekts „Apokalypse Münsterland“ können durch die VR-Brille aus Havixbeck das „Meisterstück“ aus dem Sandstein-Museum und die Brücke über die Gräfte der Burg Hülshoff betrachtet werden.
Im Container des Projekts „Apokalypse Münsterland“ können durch die VR-Brille aus Havixbeck das „Meisterstück“ aus dem Sandstein-Museum und die Brücke über die Gräfte der Burg Hülshoff betrachtet werden. Foto: Münsterland e.V.

In einem Museum auf Rädern touren Exponate aus 28 Museen im ganzen Münsterland ab dem 23. August durch die Region. Das Besondere: In dem Container stehen die Museumsstücke nicht hinter Glas, sondern sind mit Virtual-Reality-Brillen erlebbar. Besucher können im digitalen Raum Bilder, Skulpturen, Maschinen oder Gebäude drehen, bewegen, anfassen und ausprobieren. „Alles ist erlaubt“, sagt Kathrin Strotmann vom Münsterland e.V., die mit dem Kooperationsprojekt „Apokalypse Münsterland“ den Container auf die Straße bringt.

Am 8. September (Sonntag), passend zum an diesem Tag stattfindenden Septemberfest, kann der Container von 11 bis 18 Uhr im Havixbecker Ortskern besucht werden. Erleben können die Besucher in der virtuellen Ausstellung auch zwei Objekte aus der Gemeinde. Aus dem Baumberger-Sandstein-Museum wurde das 1993 geschaffene Meisterstück des Steinmetzen Christoph Schumacher ausgewählt. Die Brücke auf die Gräfteninsel der Burg Hülshoff gehört ebenfalls zu den digitalisierten Kulturgütern.

Das „Meisterstück“ aus dem Sandstein-Museum gehört zu den für das Projekt ausgewählten Exponaten.

Das „Meisterstück“ aus dem Sandstein-Museum gehört zu den für das Projekt ausgewählten Exponaten. Foto: Sandstein-Museum

Die Story des Projekts: Die Zukunft hat ihre Kultur verloren und funkt ein SOS an die Gegenwart: „Helft uns, schickt uns Kultur, die ihr bewahren wollt!“ 2018 hatten über 2000 Besucher in 28 Museen und Ausstellungshäusern der Region den Hilferuf gehört und Kulturgüter ausgewählt, um sie in die Zukunft zu schicken.

Jetzt kann jeder einen „letzten Blick“ auf das Kulturgut werfen, bevor es durch den Container als Sendestation der Zukunft übermittelt wird: An 19 verschiedenen Orten im ganzen Münsterland wird der Container im Zeitraum vom 23. August bis 19. Oktober über 23 Mal Halt machen. Für alle Interessierten heißt es deswegen: Hingehen und Brille auf! Durch eine Virtual-Reality-Brille sowie haptisch durch 3D-Drucke werden die Kulturgüter spielerisch erlebbar, so der Münsterland e.V. in einem Pressetext.

„Wir haben 28 völlig unterschiedliche Exponate in digitaler Form dabei. Wer in unseren mobilen Container kommt, kann sich aussuchen, was ihn interessiert, und in die digitale Welt des Exponats eintauchen“, beschreibt Kathrin Strotmann das Konzept der Ausstellung auf Rädern. „Im virtuellen Raum können die Besucher zum Beispiel in eine unterirdische Grabkammer gehen, um ein antikes Prunkgefäß zu suchen, oder sich in einer gotischen Kirche die Funktion des Telgter Hungertuchs erklären lassen.“

Die Digitalisierung der Exponate hatten Studenten der FH Münster aus dem Kurs „Museum der Zukunft“ übernommen. Die Kulturgüter wurden mit einem 3D-Scanner eingescannt oder vermessen und anschließend am Computer in 3D nachmodelliert. Auch den Tour-Container hatten die Studenten entworfen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6847689?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Smileys und ein Herzchen für Billerbecks Bürgermeisterin
Eine Stunde lang nahm sich Marion Dirks Zeit, alle WhatsApp-Anfragen zu beantworten.
Nachrichten-Ticker