Landschaftsschutzgebiet Nordholt
Quartier für seltene Fledermäuse

Havixbeck -

Das Naturschutzgebiet Nordholt bei Havixbeck ist ein wertvoller Bereich für die Tier- und Pflanzenwelt. Besondere Bedeutung hat der Wald nördlich des Hauses Stapel unter anderem als Quartier von Fledermäusen.

Donnerstag, 22.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 06:02 Uhr
An den Wegen, die in das Naturschutzgebiet Nordholt hineinführen, hat der Kreis Coesfeld die entsprechende Beschilderung aufgestellt. Auf der kleinen Tafel werden Hinweise zum richtigen Verhalten gegeben.
An den Wegen, die in das Naturschutzgebiet Nordholt hineinführen, hat der Kreis Coesfeld die entsprechende Beschilderung aufgestellt. Auf der kleinen Tafel werden Hinweise zum richtigen Verhalten gegeben. Foto: Ansgar Kreuz

Als besonders wertvoll für die Tier- und Pflanzenwelt ist das Waldgebiet Nordholt im Landschaftsplan Baumberge-Nord verzeichnet. Der 61,3 Hektar große Bereich nördlich des Hauses Stapel wurde deshalb als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Jetzt ist dies für Wanderer und Radfahrer auch klar erkennbar. Der Kreis Coesfeld stellte an den Wegen, die in den Wald hineinführen, Schilder auf. Das auf der Spitze stehende grüne Dreieck mit einem fliegenden Seeadler in der Mitte markiert den Nordholt nun als Naturschutzgebiet.

Der Bereich zeichnet sich durch einen größeren Waldbestand aus, der sich aus Eichen-Hainbuchenwaldbeständen und einzelnen Nadelwaldabteilungen zusammensetzt. „Seine besondere Schutzwürdigkeit liegt in der Bedeutung als Sommer- und Winterquartier der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) sowie des Braunen Langohrs (Plecotus auritus) und der Großen Bartfledermaus (Myotis brandtii)“, heißt es in den Erläuterungen zum Landschaftsplan Baumberge-Nord, der bereits im Oktober 2015 in Kraft getreten ist.

Darüber hinaus stelle der Waldkomplex in Verbindung mit den zahlreich vorkommenden Graben- und Wallsystemen einen besonders schutzwürdigen Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Dazu gehöre auch die Landwehr, die sich von West nach Ost durch das Gebiet erstrecke und sich im Westen als breiter Heckenstreifen in der Feldflur fortsetze.

Die Gräben und Wälle der alten Landwehr sind eine der Besonderheiten im Naturschutzgebiet Nordholt nördlich von Haus Stapel. Dort verläuft die Grenze zwischen Havixbeck und Billerbeck.

Die Gräben und Wälle der alten Landwehr sind eine der Besonderheiten im Naturschutzgebiet Nordholt nördlich von Haus Stapel. Dort verläuft die Grenze zwischen Havixbeck und Billerbeck. Foto: Ansgar Kreuz

Beitragen soll die Unterschutzstellung insbesondere zum Erhalt der dort vorkommenden stark gefährdeten Fledermausarten. Dementsprechend sind im Textteil zum Landschaftplan Baumberge-Nord Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen niedergeschrieben. Erhalten und entwickelt werden sollen Laub- und Mischwälder mit hohen Alt- und Totholzanteilen sowie geeignete Quartierbäume und insektenreiche Nahrungsflächen für die Fledermäuse.

Mit dem Waldkomplex bei Stapels Mühle gibt es östlich des Hauses Stapel ein weiteres Naturschutzgebiet. Hier herrscht auf 17,2 Hektar ein artenreicher Eichen-Hainbuchenwald mit einer naturnah ausgeprägter Krautvegetation vor.

„Hervorzuheben sind die Vorkommen der Flatterulme auf den staunassen Böden“, heißt es dazu im Landschaftsplan. Und weiter: „Das Waldgebiet stellt einen naturraumtypischen Waldkomplex mit wichtiger Trittsteinfunktion im landesweiten Biotopverbundsystem dar.“

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