Kriminalität
Polizisten in ihrer Freizeit von bis zu 15 Personen attackiert

Hamm -

Die beiden Tatverdächtigen 19-Jährigen, die in den Frühmorgenstunden des Samstags in eine Schlägerei mit vier Hammer Polizeibeamten verwickelt waren, befinden sich wieder auf freiem Fuß. Das teilte der zuständige Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Dortmund, Schulte Göbel, auf Redaktionsanfrage mit.

Sonntag, 25.08.2019, 12:13 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 12:26 Uhr
Kriminalität : Polizisten in ihrer Freizeit von bis zu 15 Personen attackiert
Foto: dpa (Symbolbild)

Zwischen 3 und 4 Uhr war es am Samstag auf der Nassauer Straße in unmittelbarer Nähe zur Hammer Vergnügungsszene „Meile“, zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer zehn bis 15-köpfigen Personengruppe und vier Polizeibeamten gekommen; die Polizisten waren nicht im Dienst.

Nach Darstellung der Polizei, die ihren bedrängten Kollegen zur Hilfe kam, hatte ein 19-Jähriger zuvor die Beamten auf einen zurückliegenden dienstlichen Anlass angesprochen, und hatte die Örtlichkeit verlassen, nachdem er von diesen abgewiesen worden war. Der 19-Jährige kehrte aber nach wenigen Minuten mit einer größeren Gruppe zurück, die sofort auf die Polizisten losging.

In der Folge kam es zu mehreren Tritten gegen den Kopf eines auf dem Boden liegenden Beamten, nachdem er zuvor niedergeschlagen worden war. Ein zweiter Polizeibeamter erlitt oberflächliche Schnittverletzungen im Bauchbereich. Die anderen beiden Polizeibeamten erlitten Prellungen sowie Schürf- und Platzwunden. In einem nahe gelegenen Krankenhaus konnten zwei Polizisten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden, zwei verblieben stationär. „Lebensgefahr bestand zu keiner Zeit“, sagte Schulte Göbel. Zwischenzeitlich hat auch das dritte Opfer das Krankenhaus wieder verlassen, so dass nur einer der attackierten Beamten zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus verblieb.

Bei den ersten Zeugenvernehmungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen die beiden 19-Jährigen nicht, so dass sie wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Insgesamt hätten Zeugenaussagen noch kein klares Bild des Ablaufs der Schlägerei ergeben. Mehr Aufschluss über den Tathergang erhoffe man sich von der Auswertung der Videoaufnahmen. Des Weiteren haben der am Bauch verletzte Polizeibeamte ausgesagt, dass er nicht unmittelbar mit einem Messer bedroht worden sei, sondern der Mann habe damit „herumgefuchtelt“ und er habe versucht, es ihm wegzunehmen.

Ermittelt werde wegen Körperverletzung, führte Schulte Göbel aus, für eine Tötungsabsicht gebe es bislang keine Anhaltspunkte. Ursprünglich hatte eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.

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