Gondel-Absturz
Ermittler untersuchen Arbeitsgeräte nach Sendemast-Unglück

Meißner/Eschwege/Dülmen -

Nach dem Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendemast in Nordhessen , bei dem auch ein Dülmener ums Leben kam, erwarten die Ermittler im Laufe der kommenden Tage ihre Untersuchungsergebnisse. Sämtliche Geräte seien sichergestellt worden und würden auf mögliche Mängel überprüft, teilte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel am Mittwoch mit.

Mittwoch, 04.09.2019, 16:16 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 17:03 Uhr
Gondel-Absturz: Ermittler untersuchen Arbeitsgeräte nach Sendemast-Unglück
Ein Funkmast auf dem Hohen Meissner in Nordhessen. Hier war am Dienstag aus bislang ungeklärter Ursache eine Arbeitsgondel abgestürzt. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Zuständig ist demnach unter anderem die Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik der Behörde. „Die gesamte Konstruktion wird untersucht“, ergänzte ein Polizeisprecher. Nach bisherigen Ermittlungen könnte ein technischer Defekt an der Seilwinde zu dem Unfall geführt haben. 

Defekt an Seilwinde vermutet

„Die gesamte Konstruktion wird untersucht“, ergänzte ein Polizeisprecher. Nach bisherigen Ermittlungen könnte ein technischer Defekt an der Seilwinde zu dem Unfall geführt haben

Bei dem Absturz waren am Dienstag drei Männer ums Leben gekommen. Die Arbeiter einer Berliner Firma stürzten 50 Meter in die Tiefe auf eine Asphaltfläche. Sie starben noch am Unfallort. Der 220 Meter hohe Sendemast des Hessischen Rundfunks steht auf dem Berg Hoher Meißner im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Auf dem Gelände waren den Ermittlern zufolge bereits seit einigen Tagen Arbeiten im Gange.

Gondel-Absturz an Sendemast in Nordhessen

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  • Ein Polizist stehen neben einer abgestürzten Wartungsgondel am Sendeturm auf dem Hohen Meissner. Bei dem Unglück fanden am Dienstag drei Männer den Tod.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Die Männer wurden durch den Aufprall tödlich verletzt und starben noch am Unfallort.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Erste Erkenntnisse der Behörden deuten auf einen technischen Defekt an der Seilwinde als Ursache hin.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Laut Ermittlern waren die Männer schon seit einigen Tagen mit Arbeiten auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks beschäftigt.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Der 220 Meter hohe Sendemast steht auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Für die Arbeiten war vom Boden aus diagonal ein Stahlseil zum Mast gespannt worden.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Doch in einer Höhe von 50 Metern sei es aus bislang nicht geklärter Ursache zu Komplikationen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Die Gondel habe zunächst freischwingend am Seil gehangen und sei dann zu Boden gestürzt.

    Foto: Uwe Zucchi

Sturz in 50 Meter Tiefe 

Am Unglückstag war laut Polizei vom Boden aus diagonal ein Stahlseil zum Mast gespannt worden. Dann sei es zu Komplikationen gekommen. Die Gondel habe zunächst freischwingend am Seil gehangen und sei dann zu Boden gestürzt. Unter den Opfern ist ein 50-Jähriger aus dem bayerischen Landkreis Freyung-Grafenau, ein 46-Jähriger aus Karlsruhe und ein 27-Jähriger aus Dülmen im Kreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen).Der „Sender Hoher Meißner“ ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks, der darüber sein Fernseh- und Radioprogramm ausstrahlt. Der Hessische und Mitteldeutsche Rundfunk (hr/MDR) hatten sich bestürzt über das Unglück gezeigt.

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