Streit mit der Eurobahn
DB Regio weist Vorwürfe zurück

Düsseldorf/Dortmund -

Im Streit um die Verleihung von Lokführern von DB Regio NRW an die Eurobahn hat die DB- Tochter die Vorwürfe des privaten Eisenbahnun­ternehmens entschieden zurückgewiesen. 

Montag, 23.09.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 07:06 Uhr
Streit mit der Eurobahn: DB Regio weist Vorwürfe zurück
Die Eurobahn-Mutter Keolis Deutschland er­hebt nach der Vertragskündigung schwere Vorwürfe gegen die DB Regio NRW. Foto: Gunnar A. Pier

„In der im Fe­­­bruar 2019 abgeschlossenen Absichtserklärung zwischen Keolis und DB Regio NRW war vereinbart worden, dass diese Absichtserklärung am 31.7.2019 endet, wenn es nicht zu einem Hauptvertrag oder einer Verlängerung kommt“, teilte ein Bahnsprecher am Wochenende mit.

Der Verkehrsverbund Rhein- Ruhr (VRR) hatte vor zwei Wochen den Vertrag mit Keolis, dem Mutter-Konzern der Eurobahn , über den Betrieb der S-Bahn-Linien 1 (Dortmund-Düsseldorf) und 4 (Unna-Dortmund) gekündigt. Begründung: Keolis habe nicht ausreichend Lokführer akquirieren können, um einen reibungslosen S-Bahn-Betrieb gewährleisten zu können.

Vorwürfe von Keolis gegen DB Regio

Die Eurobahn hatte die Ausschreibung gewonnen und als Nachfolger von DB Regio ab dem 15. Dezember beide Linien betreiben sollen. Nach der Kündigung hatte Keolis Vorwürfe gegen DB Regio erhoben. Unter anderem sollte die NRW-Bahn-Tochter Absprachen über das Ausleihen von Triebwagenführern gebrochen haben.

„Seit der Entscheidung des VRR, die Verkehre an Keolis zu vergeben, haben wir frühzeitig Gespräche mit Keolis geführt, um einen reibungslosen Betriebsübergang im partnerschaftlichen Miteinander sicherzustellen“, erklärte der Bahn-Sprecher weiter.

Beide Seiten nicht zusammengekommen

Dazu habe beispielsweise gehört, dass Eurobahn-Mitarbeiter in Zügen der DB ausgebildet worden seien. Dabei sei es auch um die „Stellung von Personalen durch DB Regio NRW an Keolis im marktüblichen wirtschaftlichen Rahmen“ gegangen.

In dieser Frage sind beide Seiten offenbar nicht zusammengekommen. Darum hat DB Regio die Gespräche mit dem Mitbewerber Anfang September für beendet erklärt. „Auch im Interesse unserer Mitarbeiter musste drei Monate vor Betriebsübernahme Klarheit geschaffen werden“.

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