„Schlechteste Fußballer Deutschlands“
Fehlendes Talent beschert Gronauern TV-Auftritt vor Millionenpublikum

Gronau -

Leidenschaft? Ja. Talent? Fehlanzeige. Die Gronauer Justin Täuber und Claude Hascher haben es in den Kader der schlechtesten Fußballmannschaft Deutschlands geschafft. Das beschert ihnen einen einmaligen TV-Auftritt vor einem Millionenpublikum. Ausgerechnet im Anschluss an ein Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft...

Freitag, 04.10.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 11:11 Uhr
„Schlechteste Fußballer Deutschlands“: Fehlendes Talent beschert Gronauern TV-Auftritt vor Millionenpublikum
Die "schlechtesten Fußballer Deutschlands", hier mit ihren Gegnern von der St.-Pauli-Traditionsmannschaft, wurden von Peter Neururer trainiert. Stehend, 4.v.l.: Justin Täuber Foto: Holger Villmow / Stern TV

Der Ball lag schon fast auf der Linie des gegnerischen Tores. Der Torhüter war geschlagen, kein Gegenspieler in Sicht. Justin Täuber hätte den Ball nur noch über die Linie drücken müssen, verknotete sich aber die Beine beim Versuch, das Spielgerät mit der Hacke zu treffen, stolperte und schlug lang hin. Justin erntete dabei nicht nur das Gelächter seiner Mitspieler. Sein Kumpel Claude Hascher hatte die Szene auch noch zufällig gefilmt...

Dieser kuriose Fehlversuch beim Hallentraining der dritten Herren von Fortuna Gronau im Frühjahr 2019 sollte der Beginn eines unvergesslichen Erlebnisses werden. Zur gleichen Zeit suchte Stern-TV per Facebook-Post "den schlechtesten Fußballspieler Deutschland". Mit dem Video aus dem Hallentraining bewarben sich Claude und Justin.

justin Täuber

Justin Täuber Foto: privat

Sichtungstraining mit Peter Neururer

Etwa einen Monat später lud das Team von Stern-TV die beiden Freunde zu einem Sichtungstraining ein. Dort erwartete sie neben einigen ähnlich beschränkt talentierten Fußballern Trainerlegende Peter Neururer. Unter der Leitung des ehemaligen Bundesligatrainers mussten die Kandidaten ihr fehlendes Talent unter Beweis stellen, um in das Team "Leidenschaft" gewählt zu werden. Alle Teilnehmer gaben sich größte Mühe, in den Trainingsübungen nicht so viel technische Fähigkeiten, dafür aber vollen Einsatz zu zeigen. So nahm auch das Abschlussspiel ein logisches Ende: Es ging 0:0 aus.

Justin und Claude überzeugten Peter Neururer. Für Justin gab es dafür eine einfache Erklärung. "Ich konnte den Ball nicht öfter als drei Mal hochhalten. Damit war ich drin."

Das Facebook-Video wird geladen

Erst auf die Reeperbahn

Jetzt kam es dann zum großen Auftritt des Teams "Leidenschaft". Dafür wurden die beiden Gronauer mit dem Bus nach Hamburg gebracht. Nach einer kurzen Sightseeing-Tour feierte die ganze Mannschaft bis in die frühen Morgenstunden auf der Reeperbahn. "Wenn man schon mal die Möglichkeit bekommt, in Hamburg zu sein, dann muss man das auch so richtig ausnutzen", sagt der 20-jährige Justin. Am nächsten Tag sollte dann das Spiel beginnen. Der Gegner war die Traditionsmannschaft des Zweitligisten mit ehemaligen Spielern wie Klaus Ottens oder Deniz Baris. Mit einem Kater und etwas Aufregung ging es zum Stadion am Millerntor, der Spielstätte des FC St. Pauli.  

Schnell stellte sich jedoch heraus, dass Justin und seine Mitstreiter nicht am Millerntor, sondern im Jugendleistungszentrum des FC St. Pauli auflaufen würden. Das TV-Team hatte sich einen Spaß erlaubt. Eine kleine Enttäuschung, die bei viel Spaß beim Spiel schnell wieder vergessen war.

„Erst Messi und Co., dann wir”

Wie das Spiel ausgeht und alles Weitere zum Team „Leidenschaft” ist am Mittwoch (9. Oktober) nach dem Testspiel zwischen Deutschland und Argentinien auf RTL zu sehen. Justin möchte sich den Zusammenschnitt seines „unvergesslichen Wochenendes” zusammen mit Freunden und ein paar Bier anschauen. Dass sein Auftritt bei Stern-TV direkt nach dem hochklassigen Länderspiel ausgestrahlt wird, besorgt den Gronauer nicht: „Erst kommen Messi und Co, dann kommen wir. Einfach geil!”

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