Dreharbeiten
Ahlen dient als Kulisse für die Kino-Komödie „Faking Bullshit“

Ahlen -

In Ahlen wird der Film "Faking Bullshit" gedreht. Er handelt davon, dass Polizeibeamten alles versuchen, um ihre Wache zu erhalten. Neben Erkan Acar, Adrian Topol und Alexander Hörbe spielt auch Bjarne Mädel mit. Der ehemalige „Stromberg“-Star trifft auf seine bisher älteste Kollegin.

Montag, 14.10.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 19:13 Uhr
Die Ahlenerin Hazno Dülek ist 111 Jahre alt. In einer Szene im Kinostreifen „Faking Bullshit“, der aktuell in Ahlen gedreht wird, ist sie gemeinsam mit Bjarne Mädel (links) zu sehen. „Meine bislang älteste Kollegin“, sagt der ehemalige „Stromberg“-Star.
Die Ahlenerin Hazno Dülek ist 111 Jahre alt. In einer Szene im Kinostreifen „Faking Bullshit“, der aktuell in Ahlen gedreht wird, ist sie gemeinsam mit Bjarne Mädel (links) zu sehen. „Meine bislang älteste Kollegin“, sagt der ehemalige „Stromberg“-Star. Foto: Christian Wolff

Viele Fenster sind blind, Dichtungen hängen heraus, Kabelschächte liegen frei. Der abgeranzte Charme des Ahlener Rathauses, über dessen möglichen Abriss seit Monaten öffentlich gestritten wird, kommt jetzt noch einmal groß raus – auf Leinwand. Das Team von „Mavie-Films“ aus Potsdam setzt den „Parade-Bau“ derzeit für eine Kino-Komödie in Szene.

Seit Freitag wird in der Wersestadt „Faking Bullshit“ gedreht. Der braun-graue Verwaltungskasten, in dessen Büros die Trendfarben der 70er Jahre dominieren, nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. „Genau das haben wir gesucht“, sagt Alexander Schubert. Der Schauspieler, den das TV-Publikum vor allem aus „Sketch History“ und der „Heute-Show“ ( ZDF ) kennt, hat das Drehbuch geschrieben und führt nun selbst Regie. „Im Film stellt das Rathaus eine völlig überdimensionierte Polizeiwache dar, die vor der Schließung steht“, sagt er.

Unglaubliche Kontraste zwischen Fachwerk- und Industriekulisse

Im Verlauf der Handlung stellen die verbliebenen Polizeibeamten Deniz (Erkan Acar), Rocky ( Adrian Topol ) und Hagen (Alexander Hörbe) alles Mögliche an, um den Erhalt ihrer Wache zu ermöglichen. Dabei schrecken sie auch nicht vor unkonventionellen Mitteln zurück – und stiften den tollpatschigen Obdachlosen Klaus zum Klauen an. Eine kleine, aber passende Rolle für Bjarne Mädel , für den die Arbeit in Ahlen ganz nebenbei eine Premiere ist. Im Gegensatz dazu verbucht sein Kollege Topol fast ein Heimspiel: „Hier bin ich aufgewachsen“, sagt der 38-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dreharbeiten in der Innenstadt

1/28
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff

Aber warum gerade Ahlen? „Wir wollten einen Ort abbilden, der städtischen Eindruck macht und dennoch eine gewisse Beschaulichkeit behalten hat“, sagt Producer Eric Sonnenburg. Ahlen habe da unglaubliche Kontraste zwischen Fachwerk- und Industriekulisse, die beispielsweise Berlin, wo viele aus dem Team beheimatet sind, nicht biete. „Außerdem sind die Leute hier sehr offen für unsere Arbeit, was in Städten, in denen regelmäßig Filme gemacht werden, oft nicht der Fall ist.“ Adrian Topol, der in diesem Fall nicht nur vor der Kamera steht, sondern auch als Mitproduzent agiert, habe letztlich sehr für Ahlen geworben. Mit Erfolg.

Bjarne Mädels älteste Kollegin

Der ehemalige „Stromberg“-Star Bjarne Mädel, der zuletzt in „Mord mit Aussicht“ und als „Tatortreiniger“ große Erfolge feierte, kam durch seine Freundschaft zu Alexander Schubert ans Set. „Wir kennen uns noch von der Schauspielschule“, sagt er. Als Adrian Topol 2003 in „Königskinder“ seine erste Hauptrolle spielte, sei für ihn die Karriere mit einer Nebenrolle erst langsam in Fahrt gekommen.

Neben dem Rathaus zieht das Filmteam in den kommenden Wochen – die Drehzeit ist bis Mitte November veranschlagt – quer durch die Stadt. Güterbahnhof und Industriegebiet stehen ebenso auf dem Plan wie Fußgängerzone und Marktplatz. Dort, in der „guten Stube“, hat in diesen Tagen auch  eine ganz besondere Komparsin ihren großen Auftritt [WN+]: Hazno Dülek. Die Ahlenerin ist 111 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl und wird in einer Szene von ihrem Sohn Sükrü Dülek (69), begleitet von Enkel Neil Dülek (45) und Urenkelin Sarah (6), durchs Bild geschoben. Die türkischstämmige Familie grüßt den Obdachlosen Klaus und seine uniformierten Begleiter mit einem freundlichen „Merhaba“. Bjarne Mädel grinst und bekennt: „Das ist meine bislang älteste Kollegin.“

„Faking Bullshit“ soll im kommenden Jahr in die deutschen Kinos kommen.

Dreharbeiten mit Bjarne Mädel

1/25
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
  • Foto: Christian Wolff
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7001050?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Wissenschaftlerin klagt erfolgreich gegen Befristung
Prozess vor dem Bundesarbeitsgericht: Wissenschaftlerin klagt erfolgreich gegen Befristung
Nachrichten-Ticker