Nach dem Parkhaus-Brand am FMO
1000 Anrufe bei der Servicenummer - Teilkasko deckt Brandschaden ab

Greven -

Über 1000 telefonische Anfragen, Hunderte E-Mails – die Krisenhotline am Flughafen Münster/Osnabrück qualmte noch, als der Brand im FMO-Parkhaus längst gelöscht war. Derweil bereiten sich die Autoversicherer auf die Regelung der Schäden vor.

Mittwoch, 16.10.2019, 18:35 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 15:24 Uhr
Ein Brandexperte protokolliert mit der Kamera die Schäden an den Fahrzeugen im FMO-Parkhaus.
Ein Brandexperte protokolliert mit der Kamera die Schäden an den Fahrzeugen im FMO-Parkhaus. Foto: dpa

Mark Kattenbaum ist in der Nacht zu Montag in den Urlaub gefahren. Zwei Wochen Mallorca zum Entspannen. Doch kaum angekommen, holten ihn Whats­App-Nachrichten aus Greven zurück in den Alltag. Das FMO-Parkhaus brannte, teilten ihm Bekannte mit. Im Parkhaus A, Ebene 1 hatte er nachts um eins seinen Wagen abgestellt.

Was den Grevener nach dem Brand ärgert: „Ich habe am Dienstag fünf Stunden versucht, Informationen von der Polizei in Greven zu bekommen. Leider nimmt niemand das Telefon ab.“ Und bei der FMO-Hotline habe man versucht ihn zu beschwichtigen. Mittlerweile, sagt Andres Heinemann , Pressesprecher des Flughafens, sollte man Leuten wie Kattenbaum schneller helfen können: „Wir haben von allen Fahrzeugen, die aus dem Parkhaus ausfahren können, die Kennzeichen erfasst.“ 600 sind das immerhin.

73 Fahrzeuge dürfen das Parkhaus nicht verlassen

Über 1000 Anrufe wurden am Tag nach dem Brand bei der Service-Hotline (02671- 947000) angenommen. „Dazu noch einige Hundert Emails“, sagt Heinemann. Aus Datenschutzgründen können die Kennzeichen der unbeschädigten Fahrzeug nicht im Internet veröffentlicht werden. Aber man bemühe sich, versprach er, sämtliche Anfragen bis Mittwochabend zu beantworten.

Auch Mitarbeiter aus der IT und dem Controlling unterstützten die Kollegen der Telefonzentrale.

Großbrand in Parkhaus am FMO unter Kontrolle

Fluggäste, die sich direkt an der Flughafen-Information melden, werden persönlich bis zu ihrem Auto gebracht. Anders geht es auch gar nicht: Die Brandstelle ist immer noch gesperrt.

73 Fahrzeuge dürfen das Parkhaus nicht verlassen, verfügte die Polizei. Die meisten würden es kaum können, besonders dort, wo der Brand vermutlich entstanden ist und Temperaturen um die 1000 Grad geherrscht haben, können Kennzeichen oder Karosserienummern nicht mehr ermittelt werden.

Parkhaus am FMO in Flammen

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  • Helle Flammen, dichter Rauch: Im Parkhaus gegenüber der Terminals des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen.

    Foto: Jens Keblat
  • Eine riesige Qualmwolke stieg von dem Parkhaus am FMO auf.

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  • Der Krisenstab des Kreises richtet sich gegen 21 Uhr ein.

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  • Feuerwehren aus dem Kreisgebiet sind im Einsatz.

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  • Offenbar war im zweiten Parkdeck ein Feuer ausgebrochen.

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  • Nach ersten Angaben der Feuerwehr standen gegen 20.30 Uhr rund 30 Autos in dem Parkdeck in Flammen.

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  • Am Abend hieß es, bei dem Brand habe es keine Verletzten gegeben. Wie Flughafensprecher Andrés Heinemann gegen 20.45 Uhr erklärte, sei der Flugbetrieb bisher nicht beeinträchtigt.

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Während am Flughafen zu hören ist, dass man den Ursprung des Brandes bereits lokalisiert habe, vertröstet man bei der Kreispolizeibehörde auf Donnerstag. Dann soll ein weiterer Sachverständiger die Lage vor Ort einschätzen.

Teilkasko deckt den Brandschaden ab

Auch die münsterischen Versicherer befassen sich bereits mit dem Großbrand. In der Leistungsabteilung der Provinzial habe man eine „Taskforce“ gebildet, erklärte Pressereferentin Jennifer Krüger. Ein eigener Sachverständiger der Provinzial begutachte den Schaden vor Ort.

Auf der sicheren Seite dürften Pkw-Halter sein, die über eine Teilkasko-Versicherung verfügen. „Darüber sind auch Brandschäden mitversichert“, so Krüger. Alle betroffenen Fahrzeugbesitzer sollten ihren Schaden vorsorglich ihrer Agentur melden. Auch Schäden, die etwa durch Russflug entstanden sind. In diesem Fall werde man auch nicht in der Versicherung zurückgestuft.

Kfz-Besitzer, die nur eine Haftpflicht haben, müssen dagegen erst einmal in die Röhre gucken. Sie können darauf hoffen, dass der Verursacher des Brandes ermittelt wird.

„Dann“, so die Pressereferentin der Provinzial, „kann man gegebenenfalls Regressansprüche stellen.“

Entschädigungen

Beschädigt ein Brand etwa im Parkhaus ein Auto,  springt in der Regel eine Teilkasko-Versicherung ein . Wer die nicht hat, muss seine Ansprüche in Eigenregie durchsetzen - das gilt auch für Auslagen.

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