Verkehrseinschränkung
Arbeiten auf Baustelle auf der Autobahn 1 dauern länger

Lengerich/Tecklenburg -

Als das Projekt Neubau dreier Talbrücken auf der A1 zwischen Lengerich und Lotter Kreuz im Juni 2015 gestartet wurde, gingen die Verantwortlichen von einer Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren aus. Dieses Ziel wird weit verfehlt. Nun heißt es von Straßen-NRW, dass es im März 2020 so weit sei.

Freitag, 08.11.2019, 05:23 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 07:25 Uhr
Bis ins kommende Jahr werden Verkehrsteilnehmer im Bereich der drei Autobahnbrücken im Teuto mit Behinderungen durch Bauarbeiten rechnen müssen.
Bis ins kommende Jahr werden Verkehrsteilnehmer im Bereich der drei Autobahnbrücken im Teuto mit Behinderungen durch Bauarbeiten rechnen müssen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Bauarbeiten auf der A1 zwischen Lengerich und Lotter Kreuz werden länger dauern, als von Straßen-NRW vor rund neun Monaten noch angenommen. Projektleiter Bernhard Heine sagte jetzt auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten, dass er mit einer Beendigung der Maßnahme im März 2020 rechne. Zuletzt hatte es geheißen, dass der Verkehr Ende diesen Jahres wieder ungehindert über die Autobahn hätte rollen sollen.

Zwar sind die drei alten Talbrücken Smanforde, Habichtswald und Exterheide bereits durch Neubauten ersetzt worden, doch es müssen noch eine Reihe von Restarbeiten durchgeführt werden. Unter anderem werden nach den Worten von Heine auf einer Länge von rund zweieinhalb Kilometern Betonschutzelemente zwischen der Fahrbahn Richtung Norden und der Richtung Süden eingebaut und große Rohre für die Entwässerung verlegt. Auch eine Asphaltdecke muss an einigen Stellen noch aufgebracht werden. Der Projektleiter versichert, dass die Arbeiter auf der Autobahn „mit Hochdruck“ dabei seien, die letzten Aufgaben zu erledigen. Doch es bleibe ein „mühseliges Geschäft“.

Großprojekt soll 63 Millionen Euro kosten

Diese Einschätzung begründet der Mitarbeiter von Straßen-NRW nicht zuletzt mit dem Wetter. So sei Nässe dafür verantwortlich gewesen, dass vor Kurzem gelbe Markierungsfolien nicht verklebt werden konnten. Und die sommerliche Hitze habe gleich doppelt Folgen gehabt: Die Arbeiter seien angesichts der Extrembedingungen an manchen Tagen bereits mittags heimgeschickt worden. Und es habe nicht wie geplant betoniert werden können, da der Beton bei den hohen Temperaturen rissig geworden wäre. „Das habe ich überhaupt noch nicht erlebt“, kommentiert der Fachmann diese Begebenheit.

All das und manch anderes – Heine erwähnt noch die Insolvenz einer Baufirma im Anfangsstadium der Arbeiten – habe sich Stück für Stück aufsummiert. So werden seinen Worten zufolge aus den anfänglich kalkulierten dreieinhalb Jahren Bauzeit wohl fast fünf Jahre werden.

Begonnen worden ist mit dem Großprojekt – Ausgaben von 63 Millionen Euro sind vorgesehen – im Juni 2015. Die alten Brücken waren rund 50 Jahre alt. Die neuen Bauwerke werden je Fahrtrichtung nicht mehr nur über zwei, sondern über drei Fahrspuren verfügen.

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