60 Jahre „Brot für die Welt“
„Menschen lassen sich anrühren“

Münster -

Seit 60 Jahren gibt es das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“. Sechs Jahrzehnte lang haben Christen Menschen in Not geholfen. Ursprünglich war das Projekt als einmalige Aktion geplant. Der Erfolg damals war jedoch durchschlagend – und Mut machend. 60 Jahre „Brot für die Welt“, das wurde am Freitagabend in Münster gefeiert.

Samstag, 30.11.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 30.11.2019, 15:00 Uhr
Präses Annette Kurschus im Gespräch mit Moderator Martin Buchholz.
Präses Annette Kurschus im Gespräch mit Moderator Martin Buchholz. Foto: Wilfried Gerharz

Seit 60 Jahren gibt es das evangelische Hilfswerk „ Brot für die Welt “. Sechs Jahrzehnte lang haben Christen Menschen in Not geholfen. Ursprünglich war das Projekt als einmalige Aktion geplant. Der Erfolg damals war jedoch durchschlagend – und Mut machend. 60 Jahre „Brot für die Welt“, das wurde am Freitagabend in Münster gefeiert.

„Hunger nach Gerechtigkeit“ ist die inzwischen 61. Aktion betitelt. Weil Hunger umfassend sein kann, sagte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus . Was das konkret bedeutet, erläuterten Jean-Gottfried Mutombo und Nene Morisho. Ersterer arbeitet für den Kirchenkreis Münster, Zweiterer lebt und wirkt im Kongo. Beide haben sie eine Mission: den Menschen dort aus ihrem Elend herauszuhelfen. Menschen, die unter sprichwörtlich erbärmlichen Bedingungen in Minen schuften und nach Kobalt und Coltan schürfen. Nach Rohstoffen, die für die Handy-Produktion benötigt werden. Unterstützt werden die Hilfsprojekte aus Mitteln des Hilfswerks „Brot für die Welt“.

Festakten ist zu eigen, dass gerne und viel gelobt wird. Von einem „grandiosen Hilfswerk“ sprach darum Martin Mustroph, Pfarrer der Erlöserkirche, in der die Veranstaltung stattfand. Knapp 1500 Projekte werden durch „Brot für die Welt“ unterstützt. Projekte in 97 Ländern. Doch trotz aller Hilfe: Noch immer litten weltweit rund 850 Millionen Menschen Hunger. „Daran dürfen wir uns nicht gewöhnen.“

Erfolgsgeschichte begann 1959

„Brot für die Welt“ als Erfolgsgeschichte sehen, davon sprach auch die Präses. 1959 wurde das Hilfswerk ins Leben gerufen. Anlass war eine Hungersnot in Indien. Damals kamen 19 Millionen Mark zusammen. Eine unvorstellbare Summe. Die Menschen hatten sich damals von der Not und den Notleidenden anrühren lassen. „Vielleicht, weil viele Spender in den Kriegsjahren selbst Hunger gelitten hatten“, mutmaßte Kurschus. Sich anrühren lassen war an diesem Abend ein zentraler Begriff.

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