Stauprognose
Wo am Nikolaus-Wochenende Stillstand herrscht

Weihnachtsmärkte und Geschenksuche dürften auch am Nikolaus-Wochenende viele Menschen in die Innenstädte der Metropolen spülen. Aufs Auto verzichten Sie dort besser. Und wie ist die Lage auf den Autobahnen?

Montag, 02.12.2019, 16:39 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 18:02 Uhr
Stauprognose : Wo am Nikolaus-Wochenende Stillstand herrscht
Am Wochenende staut es sich besonders in den Innenstädten. Foto: Wolfgang Kumm, dpa

Der Nikolaustag läutet am Freitag das zweite Adventswochenende ein (6. bis 8. Dezember). Geschenke kaufen und Weihnachtsmarkt-Bummel haben dann wieder viele auf dem Zettel. Rund um die Ballungszentren und in den Metropolen dürfte das zu Staus, stockendem Verkehr und Parkplatznot in den Innenstädten führen, schätzen der Auto Club Europa ( ACE ) und der ADAC .

Geringeres Staurisiko auf den Autobahnen

Besonders am Samstag gehen vielerorts ab den späten Vormittagsstunden die Parkmöglichkeiten zur Neige. Daher lohnt es sich, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, raten die Clubs.Abgesehen vom üblichen stärkeren Pendlerverkehr ab Freitagnachmittag rechnen sie am Wochenende auf den Autobahnen wiederum nur mit einer geringen Staugefahr. Unfälle und winterliche Witterung könnten den Verkehr allerdings mancherorts ins Stocken bringen.

10 Tipps gegen Langeweile im Stau

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  • 1. Drei Geschichten

    Spiele im Auto bieten Unterhaltung für Groß und Klein. Ein kreatives Spiel: Geschichten erraten. Jeder erzählt drei Geschichten über sich selbst, von denen eine erfunden ist. Die Mitfahrer müssen erraten welche.

    Foto: Z1009 Jan-Peter Kasper
  • 2. Wetten, dass ... in der Stau Edition

    Sobald der Verkehr steht, muss jeder Mitfahrer wetten, wie lange es dauert bis es weitergeht. Die Wetten werden notiert und wer richtig liegt, gewinnt! Das bringt sogar in einem Stau Spannung.

    Foto: dpa
  • 3. Kennzeichen-Bingo

    Die fortgeschrittene Variante des Klassikers „Kennzeichen raten“: Am besten noch vor der Abreise Bingokarten mit Kennzeichen-Abkürzungen vorbereiten und im Auto an die Mitreisenden verteilen - wer zuerst eine Reihe voll hat, gewinnt eine Kleinigkeit.

    Foto: Malte Christians
  • 4. Was bin ich?

    Noch ein sehr unterhaltsamer Klassiker: Einer der Reisenden denkt sich einen Beruf (alternativ: Tier, Promi, Charakter usw.) aus, die anderen versuchen, ihn zu erraten. Alle Fragen dürfen nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden.

    Foto: Marius Becker
  • 5. Musiktitel erraten

    Wem keine Berufe mehr einfallen, der dreht einfach das Radio auf: Alle Mitfahrenden müssen versuchen den laufenden Song möglichst schnell zu erraten. Wer den Titel als erstes weiß, gewinnt.

    Alternativ können alle Reisenden den neusten Sommerhit üben, das sorgt garantiert für gute Laune!

    Foto: Axel Seidemann
  • 6. Hörspiele

    Wer es etwas ruhiger angehen möchte, kann sich auch entspannt zurücklehnen und ein Hörspiel genießen. Mit spannenden oder unterhaltsamen Geschichten vergeht die Zeit gleich viel schneller. Besonders geeignet, wenn man alleine unterwegs ist.

    Foto: Jürgen Mahnke
  • 7. Einfach mal quatschen

    Gerade wenn man alleine unterwegs ist, kann man die Zeit im Stau gut für ein langes Telefonat nutzen - ob mit der Mutter, Oma oder mit Freunden. Einzige Voraussetzung ist eine Freisprechanlage, dann steht einem schönen Gespräch nichts im Wege.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • 8. Wischen und Putzen

    Man kann die Zeit im Stau natürlich auch praktisch nutzen: Mit ein paar Reinigungstüchern im Auto kann man Armaturenbrett und Lenkrad reinigen. Aber Achtung: Nicht abschnallen, sondern nur da putzen, wo man - ohne sich zu verdrehen - dran kommt.

    Foto: Frank Mächler
  • 9. Bewegung

    Geht gar nichts mehr vor oder zurück, kann man auch aussteigen und sich etwas Bewegung verschaffen. Etwa indem man zwei oder drei Runden um das Auto rennt.

    Foto: Bernd Thissen
  • 10. Essen und Trinken

    Gerade bei längeren Strecken gilt: Ausreichend Essen und Getränke mitnehmen. Getränke, die warm nicht mehr schmecken, oder Essen, das bei Wärme schmilzt, sind nicht so geeignet. Also besser Wasser oder Tee und leckeres Obst einpacken - denn mit vollem Magen ist alles nur noch halb so schlimm.

    Foto: A3399 Arne Dedert

Bauarbeiten sorgen teils für Stillstand

Obwohl die Baustellentätigkeit bereits vielerorts eingestellt worden sei, so der ADAC, wird nach Angaben beider Clubs auf folgenden Strecken noch zum Teil umfangreich gebaut:

  • A 1 Osnabrück - Bremen in beiden Richtungen
  • A 1 Osnabrück - Münster - Dortmund und Köln - Dortmund in beiden Richtungen
  • A 1 Euskirchen - Köln und Dreieck Vulkaneifel - Trier - Saarbrücken
  • A 3 Passau - Nürnberg und Nürnberg - Würzburg - Aschaffenburg
  • A 3 Frankfurt/Main - Köln - Oberhausen
  • A 6 Landstuhl - Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg - Pilsen
  • A 7 Hannover - Kassel - Würzburg in beiden Richtungen
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 14 Leipzig - Halle
  • A 20 Wismar - Rostock - Stettin
  • A 24 Berliner Ring - Pritzwalk
  • A 27 Bremen - Bremerhaven
  • A 31 Meppen - Lingen/Ems
  • A 42 Kamp-Lintfort - Dortmund
  • A 45 Dortmund - Hagen - Gießen
  • A 46 Neuss - Düsseldorf - Wuppertal
  • A 66 Frankfurt/Main - Wiesbaden
  • A 73 Feucht - Nürnberg - Bamberg
  • A 95 München - Penzberg
  • A 96 Lindau - München
  • A 99 Umfahrung München

In Alpenländern nicht ohne passende Winterausrüstung fahren 

In Österreich und der Schweiz gilt das gleiche Bild wie in Deutschland. Vor allem am Samstag drängen viele mit dem Auto in die Innenstädte.Der ACE rät nicht nur in Deutschland zu passender Winterausrüstung des Autos. Ohne diese sollten Autofahrer Reisen in die Alpenländer nicht antreten, warnt der Autoclub.Die Zufahrten zu den großen Skigebieten dürften sich mancherorts auch bereits schon füllen. Ansonsten dürften Reisende auf den Transitrouten meist freie Bahn haben. Der ADAC weist allerdings auf die Möglichkeit von Lkw-Rückstaus an den Grenzen zu Tschechien hin.

Stau-Tipps für Autofahrer

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  • Rund um Ostern werden viele Autofahrer wieder auf eine Nervenprobe gestellt: In den Ferien drohen Staus. Wie gehen sie am besten damit um, wenn sich nichts mehr bewegt auf der Straße? Und wie meiden sie Staus? Fragen und Antworten im Überblick:

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Radio kommt eine Staumeldung - umfahren oder nicht?

    Wenn im Verkehrsfunk die Durchsage kommt, dass es sich auf der geplanten Route staut, stehen Autofahrer vor dieser Frage. Sind sie schon nah dran, ist eine Umfahrung nach Einschätzung des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) meist weniger sinnvoll. Denn auch Ausweichrouten sind schnell überlastet. Schlimmstenfalls dauert es dort länger, als im Stau zu warten, bis dieser sich auflöst.

    Wenn es sich nicht gerade um eine Vollsperrung handelt, ist das Ausharren in der Blechlawine aus Erfahrung des ARCD oft mit weniger Wartezeit verbunden als das Ausweichen. Eine großräumigere Umfahrung kann sich dagegen aus Sicht der Experten schon eher lohnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kann ich Staus mit richtiger Planung vermeiden?

    Ja, zum Teil. Freitagnachmittag, wenn viele Pendler unterwegs sind, und am Beginn oder Ende von Ferien ist das Staurisiko hoch. Wer kann, fährt laut ARCD lieber antizyklisch, also nicht zu Stoßzeiten. Auch eine gute Streckenplanung hilft. So gibt es gerade an Samstagen, wenn in Hotels und Apartments Bettenwechsel ist, überlastete Autobahnen aus und in Richtung der Ferienregionen. Wer mehr Zeit mitbringt, kann hier alternativ planen und etwa mit einer Zwischenübernachtung die Strecke über Landstraßen fahren.

    Foto: dpa
  • Wie informiere ich mich am besten darüber, wo es eng werden könnte?

    Aktuell stets über die Verkehrsnachrichten im Radio. Für die längerfristige Planung bieten ADAC und Auto Club Europa (ACE) im Internet kostenfrei Prognosen, auf welchen Strecken in Deutschland, Österreich und der Schweiz am folgenden Wochenende die Staugefahr besonders hoch ist.

    Foto: dpa
  • Wie verhalte ich mich in der Blechlawine?

    Ganz wichtig: eine Rettungsgasse bilden, und zwar zwischen der äußeren linken und der mittleren Spur. Ansonsten ist Geduld gefragt. Ständige Spurwechsel bringen keine zeitlichen Vorteile. Zudem hat man lieber vorgesorgt und ausreichend Getränke und Snacks im Auto.

    Foto: dpa
  • Was ist beim Einfädeln zu beachten?

    Oft bilden sich Staus, weil ein Fahrstreifen endet und etwa statt drei nur noch zwei zur Verfügung stehen. Viele Autofahrer scheren an solchen Stellen zu früh ein oder fahren zu sehr auf. Die Folge davon ist immer wieder Stillstand. Richtig geht es laut ACE so: Erst direkt vor der Engstelle fädeln sich die Autos auf die Nebenspur ein, schön nach dem Reißverschlussprinzip. Damit das klappt und der Verkehr dabei weiter fließt, ist ausreichend Abstand wichtig.

    Foto: dpa
  • Was ist, wenn die Blase drückt?

    Das menschliche Bedürfnis ist verständlich, doch die Regeln sind klar: Autobahnen zu betreten, ist generell verboten, informiert der Tüv Thüringen. Das gilt auch im Stau. Zehn Euro Bußgeld drohen. Davon ausgenommen ist nur der Fall einer Fahrzeugpanne, bei dem Betroffene das Fahrzeug verlassen und zum eigenen Schutz hinter die Leitplanke klettern. Wenn das Auto den anrollenden Verkehr behindert, weil der Fahrer austritt, drohen je nach Dauer 30 bis 70 Euro Strafe.

    Dazu kommt: In der Öffentlichkeit zu pinkeln, ist grundsätzlich untersagt und wird je nach Stadt oder Kommune unterschiedlich hart bestraft. Darum raten die Experten: Menschen mit schwachen Blasen sollten eventuell über die Anschaffung eines sogenannten Notfall- oder Taschen-WCs nachdenken.

    Foto: dpa
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