Nach Erlass der Bezirksregierung
Ausgang gestrichen: Sekundarschüler müssen auf Schulgelände bleiben

Sassenberg -

Wenn die Sekundarschule Mittagspause hat, wird es in Sassenbergs Norden lebendig. Gerade Anwohner betrachten die Pilgermärsche Richtung nächstgelegenem Supermarkt oft mit gemischten Gefühlen, schon weil auf dem Rückweg doch die eine oder andere Verpackung in den Gärten liegenbleibt. Auch Kunden waren in der Vergangenheit von der Begegnung mit der Jugend nicht immer begeistert.

Donnerstag, 23.01.2020, 07:57 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 08:01 Uhr
Ausgang gestrichen: In der Mensa am Haus zwei könnte es voll werden, wenn die Schüler ab kommendem Halbjahr auf dem Schulgelände bleiben müssen.
Ausgang gestrichen: In der Mensa am Haus zwei könnte es voll werden, wenn die Schüler ab kommendem Halbjahr auf dem Schulgelände bleiben müssen. Foto: Ulrike von Brevern

Doch mit dem Ärgern dürfte jetzt Schluss sein. Nicht weil sich jemand beschwert hat. Das Schulministerium hat die Ganztagsschulen jetzt generell aufgefordert, „zeitnah“ einen bereits länger bestehenden Erlass der Bezirksregierung umzusetzen und das Verlassen des Schulgeländes zu untersagen. Das berichtete Schulleiterin Elisabeth Suer am Dienstag im Schulausschuss.

In Sassenberg ist es zum Halbjahrswechsel und damit Anfang Februar mit dem Ausgang vorbei. 55 Minuten Freizeit haben die Schüler an den Ganztags-Tagen Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen dem Vor- und Nachmittagsunterricht. Während Fünf- bis Siebtklässler die Zeit für das klassenweise Mittagessen in der Mensa und anschließendes Entspannen in der Schule nutzen, durften Acht- bis Zehntklässler bislang bei Zustimmung der Eltern in dieser Zeit das Schulgelände auch verlassen, etwa um zuhause zu essen. Das hatte die Schulkonferenz auf Antrag der Eltern vor langer Zeit beschlossen. Nun hat das Schulministerium nach erneuter rechtlicher Prüfung eines entsprechenden Erlasses grundsätzlich klargestellt, dass auch solche Ausnahmeregeln an den Tagen mit Ganztagsunterricht nicht zulässig sind.

„Wir begreifen diese Regelung als Chance“, betonte Suer den Ausschussmitgliedern. Es gebe damit keinen Bruch mehr im Unterrichtstag und die Mittagszeit könne auch für die Älteren durch Übermittagsbetreuung gestaltet werden. Schüler hätten bereits erste Ideen entwickelt.

Mit welchen Konsequenzen die Mensa am Haus zwei zu rechnen hat, bleibt abzuwarten. Noch sei nicht klar, wie viele der betroffenen Schüler sich nun auch zum Essen anmelden werden, sagte Suer. Zur Not müsse in zwei Schichten serviert werden. Allerdings können die Schüler nicht nur in der Pausenhalle sondern auch im Schülercafé Mitgebrachtes verzehren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7212042?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Gedenken an die Morde von Hanau
Rassistischer Anschlag: Gedenken an die Morde von Hanau
Nachrichten-Ticker