Orkantief "Sabine"
Sturm-Chaos im Münsterland bleibt aus

Münsterland. -

Die Auswirkungen des Sturmtiefs „Sabine“ waren auch am Montag im Münsterland zu spüren – insbesondere im Bahnverkehr. Aber insgesamt ist das Sturm-Chaos ausgeblieben. Nach ersten Angaben wurden vier Menschen leicht verletzt. Eine Bilanz.

Montag, 10.02.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 18:31 Uhr
Orkantief "Sabine": Sturm-Chaos im Münsterland bleibt aus
Der Sturm riss einige Bäume um – wie hier in Münster. Umgestürzte Bäume lösten im Münsterland einige Unfälle aus. Foto: Matthias Ahlke

Das befürchtete Sturm-Chaos ist im Münsterland ausgeblieben. Das Tief „Sabine“ löste zwar bis zum Montagnachmittag mindestens 1114 Polizei- und Feuerwehreinsätze aus, aber es wurden nach ersten Angaben nur vier Menschen leicht verletzt. Vor Problemen standen Bahnpendler und Eltern von Schul- und Kindergartenkindern. Etliche Städte ließen den Unterricht ausfallen.

Münster: Einige Bahnreisende verbrachten aufgrund der Zugausfälle die Nacht zu Montag am Hauptbahnhof – in einem eigens eingerichteten Zug. Andere Reisende suchten sich ein Hotel. Am Horstmarer Landweg deckte der Sturm das Flachdach eines Studentenwohnheims ab. Der am Sonntag geschlossene Allwetterzoo öffnete am Montag wieder seine Tore. Auch die Promenade wurde wieder freigegeben. Die Feuerwehr verzeichnete 120 Einsätze, die Polizei 100. Allein 460 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Orkantief "Sabine" im Münsterland

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  • In einer Bauerschaft in Gronau stürzte am Sonntagnachmittag ein Baum auf die Straße. Die Feuerwehr Gronau rückte zu ihrem ersten Einsatz aus.

    Foto: Feuerwehr
  • Kurzfristig wurde am Sonntagnachmittag der beliebte Flohmarkt auf der Zeche Westfalen in Ahlen abgesagt.  

    Foto: Ulrich Gösmann
  • In Gronau waren am Sonntagnachmittag Feuerwehr und THW im Einsatz, weil der Sturm Teile eines Flachdachs am Schäferweg umklappte. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Hauptbahnhof in Münster bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Reisezentrum. Für wartende Reisende wurde außerdem ein Hotelzug aufgestellt. 

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Münsteranerinnen und Münsteraner wurden am dringend aufgefordert, die Promenade zu meiden. Teilbereiche wurden schon am Sonntag von der Polizei gesperrt. 

    Foto: diverse
  • Wegen umgestürzter Bäume war die Königsstraße in Greven von Sonntagabend an vollständig gesperrt, meldet die Feuerwehr. 

    Foto: Feuerwehr Greven
  • In Heek riss Sturmtief "Sabine" am Sonntagabend Teile des Giebels eines Wohnhauses an der Ludgeristraße weg. Die Bewohner des Hauses wurden evakuiert.

    Foto: THW Ahaus
  • Am Montagmorgen musste die Feuerwehr in Gronau erneut ausrücken, weil am Wackengoorweg eine Baumkrone über der Fahrbahn hing. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Zwinger in Münster musste am Montagmorgen ein Baum gefällt werden. 

    Foto: Martin Kalitschke
  • Auch das Albertus-Magnus-Familienwohnheim für Studierende am Horstmarer Landweg in Münster erlitt Sturmschäden. 

    Foto: Feuerwehr Münster
  • Zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag gab es im Dorffeld in Vorhelm wegen umgestürzter Bäume kein Durchkommen mehr.

    Foto: Christian Wolff
  • In Heek musste das Haus, das am Sonntagabend durch den Sturm beschädigt wurde, komplett abgerissen werden. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • An dem beschädigten Haus in Heek war die Gefahr herabfallender Mauerteile zu hoch, weshalb das Gebäude abgerissen werden musste. 

    Foto: Bernd Schäfer
  • In dem Haus lebte eine siebenköpfige Familie, die am Sonntag evakuiert wurde. Für sie wird nun eine neue dauerhafte Unterkunft gesucht. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die Feuerwehr Lengerich vermeldet 15 Einsätze am Sonntag. Sturmtief „Sabine" sorgte für umgestürzte Bäume, einen vollgelaufenen Keller - und ein umgestürztes Dixi-Klo. 

    Foto: Paul Meyer zu Brickwedde
  • Auch in Drensteinfurt musste die Feuerwehr Sturmschäden beseitigen. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • In allen drei Ortsteilen Drensteinfurts mussten Feuerwehrleute insgesamt 19 Mal ausrücken. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • Wegen des Sturms mussten Reisende teilweise unfreiwillig eine Nacht in Münster verbringen. 

    Foto: Björn Meyer

Kreis Steinfurt: Zahlreiche Lufthansa-Flüge von und zum Flughafen Münster/Osnabrück wurden annulliert. Am Montag um kurz vor 9 Uhr landete nach einer Sturmpause wieder die erste Maschine. In Ibbenbüren stürzte der Giebel eines Hauses ein. Bereits am Sonntagabend war ein Autofahrer in Rheine einem umgestürzten Baum ausgewichen. Er krachte gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Bei dem Zusammenstoß wurden drei Männer im Alter von 61, 34 und 27 Jahren leicht verletzt. Die Feuerwehr kam auf 220 Einsätze, die Polizei auf 80.

Kreis Borken: Der weggerissene Giebel eines Wohnhauses in Heek löste den spektakulärsten Einsatz aus. In Schöppingen riss zudem der Sturm die Klinkerfassade einer Asylbewerberunterkunft herunter. Das Gebäude war vorerst nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr verzeichnete 200 Einsätze, die Polizei 117.

Kreis Coesfeld: In Lüdinghausen sorgte eine an einem Baukran schwankende Kreissäge für Aufsehen. In Lüdinghausen drohte ein auf einem Dach angebrachtes Baugerüst auf die Straße zu stürzen. Beide Gefahrenstellen wurden rechtzeitig gesichert. In Rosendahl krachte ein Baum auf ein Hochspannungskabel. Die Feuerwehr entfernte den Baum. Insgesamt kam es zu 23 Polizei- und 71 Feuerwehreinsätzen.

Kreis Warendorf: Ein Kradfahrer krachte gegen 6.30 Uhr in Wadersloh gegen einen umgestürzten Baum. Seine Mitfahrerin (23) wurde bei dem Sturz leicht verletzt. Insgesamt verzeichnete die Polizei 68 witterungsbedingte Einsätze, die Feuerwehr rückte 115 mal aus.

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