Wetter-Prognose
Nach Orkantief "Sabine": kurze Ruhephase vor dem nächsten Sturm?

Münsterland -

Überwiegend verschont blieb das Münsterland von Sonntag auf Montag vom Sturmtief "Sabine". Während sich die Wetterlage im Laufe der Woche zunächst etwas entspannt, entwickeln sich zum Wochenende jedoch möglicherweise wieder stürmische Windverhältnisse. Der Ausblick für die Region.

Montag, 10.02.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 08:59 Uhr
Wetter-Prognose : Nach Orkantief "Sabine": kurze Ruhephase vor dem nächsten Sturm?
Herumfliegende Äste sind in dieser Woche keine Seltenheit... Foto: Matthias Ahlke

Einmal Durchpusten ist angesagt, nachdem "Sabine" quer durch Nordrhein-Westfalen gefegt ist. Im Münsterland war man im Vorfeld auf alles vorbereitet gewesen, doch das Sturmtief machte sich in der Region weniger intensiv bemerkbar als zuvor befürchtet worden war.

Die Windstärke nimmt in den kommenden Tagen zunächst kontinuierlich ab, prognostiziert Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt von "Wetterkontor". Während am Montag in der Nacht zu Dienstag der Wind noch rund 97 Stundenkilometer erreichen wird (Windstärke 10), wird sich dieser Wert am Dienstag bei 80 bis 90 Stundenkilometer einpendeln.

Zugleich zieht kalte Luft Richtung Münsterland. Obwohl die Temperaturen im Plusbereich bleiben werden, könnten in der Region neben Regen auch Schneeschauer niedergehen. Die Windgeschwindigkeit nimmt auch am Mittwoch weiter ab. Das Wetter wird ungemütlich - wofür Regen- und Schneeschauer sorgen werden.

Orkantief "Sabine" im Münsterland

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  • In einer Bauerschaft in Gronau stürzte am Sonntagnachmittag ein Baum auf die Straße. Die Feuerwehr Gronau rückte zu ihrem ersten Einsatz aus.

    Foto: Feuerwehr
  • Kurzfristig wurde am Sonntagnachmittag der beliebte Flohmarkt auf der Zeche Westfalen in Ahlen abgesagt.  

    Foto: Ulrich Gösmann
  • In Gronau waren am Sonntagnachmittag Feuerwehr und THW im Einsatz, weil der Sturm Teile eines Flachdachs am Schäferweg umklappte. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Hauptbahnhof in Münster bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Reisezentrum. Für wartende Reisende wurde außerdem ein Hotelzug aufgestellt. 

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Münsteranerinnen und Münsteraner wurden am dringend aufgefordert, die Promenade zu meiden. Teilbereiche wurden schon am Sonntag von der Polizei gesperrt. 

    Foto: diverse
  • Wegen umgestürzter Bäume war die Königsstraße in Greven von Sonntagabend an vollständig gesperrt, meldet die Feuerwehr. 

    Foto: Feuerwehr Greven
  • In Heek riss Sturmtief "Sabine" am Sonntagabend Teile des Giebels eines Wohnhauses an der Ludgeristraße weg. Die Bewohner des Hauses wurden evakuiert.

    Foto: THW Ahaus
  • Am Montagmorgen musste die Feuerwehr in Gronau erneut ausrücken, weil am Wackengoorweg eine Baumkrone über der Fahrbahn hing. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Zwinger in Münster musste am Montagmorgen ein Baum gefällt werden. 

    Foto: Martin Kalitschke
  • Auch das Albertus-Magnus-Familienwohnheim für Studierende am Horstmarer Landweg in Münster erlitt Sturmschäden. 

    Foto: Feuerwehr Münster
  • Zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag gab es im Dorffeld in Vorhelm wegen umgestürzter Bäume kein Durchkommen mehr.

    Foto: Christian Wolff
  • In Heek musste das Haus, das am Sonntagabend durch den Sturm beschädigt wurde, komplett abgerissen werden. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • An dem beschädigten Haus in Heek war die Gefahr herabfallender Mauerteile zu hoch, weshalb das Gebäude abgerissen werden musste. 

    Foto: Bernd Schäfer
  • In dem Haus lebte eine siebenköpfige Familie, die am Sonntag evakuiert wurde. Für sie wird nun eine neue dauerhafte Unterkunft gesucht. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die Feuerwehr Lengerich vermeldet 15 Einsätze am Sonntag. Sturmtief „Sabine" sorgte für umgestürzte Bäume, einen vollgelaufenen Keller - und ein umgestürztes Dixi-Klo. 

    Foto: Paul Meyer zu Brickwedde
  • Auch in Drensteinfurt musste die Feuerwehr Sturmschäden beseitigen. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • In allen drei Ortsteilen Drensteinfurts mussten Feuerwehrleute insgesamt 19 Mal ausrücken. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • Wegen des Sturms mussten Reisende teilweise unfreiwillig eine Nacht in Münster verbringen. 

    Foto: Björn Meyer

Neues Orkantief

Neues Ungemach braut sich ab Donnerstag zusammen: Über dem Atlantik entwickelt sich erneut ein größeres Orkantief, das jedoch nicht die Stärke von "Sabine" haben soll, sagt Wetterexperte Jürgen Schmidt. Dieses wird Richtung Europa ziehen.

"Es könnte sein, dass das neue Tief im Münsterland in der Nacht von kommenden Sonntag (16. Februar) auf Montag ähnliche Auswirkungen wie "Sabine" haben könnte", sagt Jürgen Schmidt und weist zugleich darauf hin, dass Wettermodelle diese Entwicklung andeuten - also ohne Gewähr. 

Eines ist aber gewiss: "Bis Ende Februar wird es keinen Wintereinbruch mehr geben", versichert der Wetterexperte.

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