"I can't get no disinfection"
Altenberger Firma verbreitet mit Youtube-Video gute Laune

Altenberge -

Mit einer Hommage an einen Rolling-Stones-Klassiker sorgt die Altenberger Firma "Post - Industrie und Zimmerei" derzeit für gute Laune im Netz - und weist dabei auch auf die Hygienemaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie hin.

Freitag, 20.03.2020, 10:03 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 16:26 Uhr
"I can't get no disinfection": Altenberger Firma verbreitet mit Youtube-Video gute Laune
Eine Szene aus dem Corona-Video „I can‘t get no disinfection“ mit Mitarbeitern des Altenberger Unternehmens Post Industrie- und Holzmontagenbau. Foto: Screenshot

"I can't get no disinfection" (zu deutsch etwa: Ich bekomme keine Desinfektion) - so ist das neue Youtube-Video der Altenberger Firma " Post - Industrie und Zimmerei" überschrieben. Mit der Anspielung an den Rolling-Stones-Klassiker will das Unternehmen für etwas gute Laune in diesen schwierigen Zeiten sorgen und gleichzeitig Hinweise geben, wie sich die Menschen in Sachen Hygiene am besten verhalten.

Lage wird ernst genommen

"Wir sind uns des Ausmaßes bewusst", heißt es in dem Video. "Wir nehmen die Lage ernst." Und dennoch habe man weiterhin Spaß an der Arbeit. Tanzende und zur Musik wippende Mitarbeiter sind in dem rund vierminütigem Clip ebenso zu sehen wie Mitarbeiter, die auf einen Händedruck verzichten und Abstand halten. Es gibt Tipps fürs Händewaschen, und es wird auf die Hamsterkäufe von Klopapier angespielt.

Posts Socialmedia-Leiter Mijo Jongebloed hatte die Idee, dieses Video zum Thema Coronavirus mit seinen Kollegen und mit einem der beiden Geschäftsführer, Manuel Post, zu drehen.  „Bei unserem letzten Meeting am vergangenen Montag mit der gesamten Mannschaft hat uns unser Socialmedia-Leiter gefragt, ob wir im Standort Altenberge einverstanden wären, so ein Video zum Thema Corona herzustellen“, zeigt Manuel Post auf, dessen Geschäftspartner Thomas Wünnemann nicht vor Ort war, weil er sich um die Post-Depandance in Nordwalde kümmere. Die meisten seien begeistert und mit Eifer dabei gewesen.

Noch keine Mitarbeiter freigestellt

„Natürlich waren einige sehr skeptisch und wollten nicht mitmachen. Das haben wir selbstverständlich akzeptiert“, respektiert Manuel Post die Skepsis mancher Mitarbeiter. Alle Firmen unter dem Dach der Post-Gruppe agieren momentan aus Schutz vor der Pandemie isoliert und kommunizieren nur noch digital oder per Telefon miteinander.

Der Geschäftsführer unterstreicht, dass er seit Anfang des Jahres, als das Coronavirus zunächst nur in China auftrat,  immer wieder davor gewarnt habe, dass es aufgrund der Globalisierung nur noch eine Frage der Zeit sei, bis sich die Krankheit auf der ganzen Welt ausbreitet. „Wir haben uns auf diese Krise, soweit es geht, vorbereitet und unsere Hausaufgaben gemacht“, betont Manual Post. Man dürfe jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, denn es werde auf unbestimmte Zeit weitergehen. „Und wenn es soweit ist, stehen wir in den Startlöchern.“

Aktuell habe das Unternehmen noch keinen Mitarbeiter freistellen müssen. Post: „Sollte es absehbar werden, dass die Auftragslage merklich zurückgeht, könnten wir unmittelbar Kurzarbeit beantragen und würden damit keine Zeit verlieren.“

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