Antonio Furnari unterstützt Menschen, „die tapfer die Stellung halten“
Gratis-Pizzen für Corona-Helden

Reckenfeld -

In der Krise gibt es nicht nur Schatten, sondern auch Licht. Menschen rücken sinnbildlich zusammen und unterstützen andere. So wie Pizzabäcker Antonio Furnari aus Reckenfeld.

Mittwoch, 25.03.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 08:32 Uhr
Furnari auf Soli-Tour: Über Pizzen freuten sich die Teams der Praxen Drexel und Kiefner sowie der beiden Reckenfelder Apotheken.
Furnari auf Soli-Tour: Über Pizzen freuten sich die Teams der Praxen Drexel und Kiefner sowie der beiden Reckenfelder Apotheken. Foto: Privat

Zuhause sitzen und Däumchen drehen? Nicht die Sache von Antonio Furnari . Der zum Nichtstun verdammte Koch und Gastwirt nutzt die Zeit, die er im Moment hat, um Sinnvolles zu tun. „Man sitzt zuhause rum und hat wenig zu tun, und da haben meine Familie und ich uns gedacht: Wir tun einfach mal was Gutes.“

Kinder helfen mit

Also macht er das, was er am besten kann: Pizza. Zusammen mit seinen Kindern bereitet er Pizza-Teig zu (zu sehen auf der Facebook-Seite der Pizzeria Etna). Und: Der Teig will anschließend natürlich auch verwertet werden.    

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Drexel

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Drexel Foto: Privat

Also backt Furnari daraus Pizza und spendet diese an jene, die es in diesen Tagen besonders verdient haben: Alltagshelden, die mithelfen, die Corona-Krise zu überstehen.

Facebook-Abstimmung

Via Facebook ließ Furnari die Reckenfelder abstimmen, wer es besonders verdient hat. An Rückmeldungen mangelte es wahrlich nicht. Und da es so viele gibt, die in diesen Tagen tapfer „den Laden am laufen halten“, wurde die Pizzen aufgeteilt: an die beiden Apotheken im Ort und die Praxen Drexler und Kiefner.

„Die Menschen haben uns soviel Vertrauen in den letzten Jahren geschenkt und wir haben wahnsinnig viel erreicht, seit wir an dem neuen Standort sind. Ich möchte jetzt etwas zurück geben“, sagt Antonio Furnari zu seiner Motivation. „Zur jetzigen Zeit steht das Geldverdienen nicht im Vordergrund, sondern der Zusammenhalt und die Solidarität.“

Das Facebook-Video wird geladen

Pizza-Nationalteam

Den Anfang machte schon in der vergangenen Woche eine Aktion der Pizza-Nationalmannschaft (der Furnari seit Kurzem angehört, unsere Zeitung berichtete ). Für den Koch war es selbstverständlich, sich daran zu beteiligen. Die letzten Pizzen, die den Reckenfelder Ofen vor der Schließung des Lokals verließen, brachte Furnari persönlich beim Grevener Krankenhaus vorbei, um Ärzten und Pflegepersonal zu danken, „die so tapfer die Stellung halten in diesen schwierigen Zeiten.“

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Hubertus-Apo

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Hubertus-Apo Foto: Privat

Wir möchten versuchen, solche Aktionen beizubehalten, solange wir noch das passende Mehl haben

Antonio Furnar

Die Pizzen, die diese Woche folgten, werden nicht die letzten sein. „Wir möchten versuchen, solche Aktionen beizubehalten, solange wir noch das passende Mehl haben“, sagt Furnari. Da bei der Online-Abstimmung auch die beiden Reckenfelder Senioreneinrichtungen weit vorne landeten, kündigte der Pizzabäcker für Montag bereits Besuche an . . .

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Krankenhaus

Etna Furnari Reckenfeld spendet Pizzen Krankenhaus Foto: Privat

Und all das in einer schwierigen Zeit, deren wirtschaftliche Folgen noch nicht absehbar sind. „Man muss ehrlich sagen: Für die Gastronomen in Greven und im ganzen Kreis ist die Lage sehr angespannt und ernst“, räumt Furnari ein. Er selbst hat sich entschieden, sein Restaurant vorübergehend komplett zu schließen – obwohl ein Lieferdienst und / oder Abholung im Lokal möglich wären. „Aber gemeinsam mit unserem Team haben wir uns entschlossen, zu schließen, um uns beziehungsweise unsere Mitarbeiter auch zu schützen. Fast alle haben kleine Kinder zuhause. Wenn das Virus plötzlich im Bekanntenkreis auftritt, denkt man plötzlich anders nach.“ Sobald sich die Situation etwas beruhige, könne auch die Wiederaufnahme des Außer-Haus-Geschäftes ein Thema werden. „Aber erst mal ist es jetzt wichtig, dass jeder seinen Beitrag dazu leistet, dass dieses Virus keine Chancen hat, sich zu verbreiten.“

Wenn Sie den folgenden Facebook Beitrag ansehen möchten, aktivieren Sie diesen bitte über den Button. Mit der Aktivierung des Beitrags erklären Sie sich damit einverstanden, dass Daten an Facebook übermittelt werden.
Der Facebook-Post wird geladen
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7342157?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Nachrichten-Ticker