Dachstuhlbrand auf einen Bauernhof an der Altenberger Straße
Wohnhaus nicht mehr zu retten

Laer -

Zu einem Dachstuhlbrand auf einem Bauernhof in Laer waren gleich mehrere Feuerwehren auch aus umliegenden Gemeinden am Montagmittag ausgerückt. Die beiden in dem Gebäude befindlichen Wohnungen konnten die Einsatzkräfte nicht mehr retten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Altenberger Straße war zeitweise gesperrt.

Montag, 06.04.2020, 18:28 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 16:28 Uhr
Das Bauernhaus an der Altenberger Straße ist nach einem Brand im Dachstuhl unbewohnbar geworden
Das Bauernhaus an der Altenberger Straße ist nach einem Brand im Dachstuhl unbewohnbar geworden Foto: Marion Fenner

„Dachstuhlbrand auf einem Bauernhof an der Altenberger Straße“, lautete der Notruf am frühen Montagnachmittag. Doch als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, war schnell klar, dass das eine größere Sache ist. „Die Flammen schlugen schon aus dem Dach des Gebäudes als wir ankamen, deshalb haben wir sofort nachalarmiert“, berichtet Guido Höner, Pressesprecher der Feuerwehr Laer.

Gleich mehrere Feuerwehren waren bei dem Brand in Laer im Einsatz.

Gleich mehrere Feuerwehren waren bei dem Brand in Laer im Einsatz. Foto: Marion Fenner

Neben den Feuerwehren aus Laer waren Löschzüge aus Altenberge, Steinfurt und später auch noch aus Greven im Einsatz. Der Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier war ebenfalls vor Ort. Die Altenberger Straße wurde zeitweise gesperrt.

Keine Verletzten

Menschen seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, betont Höner, die Bewohner hätten sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Die Löscharbeiten seien durch den Wind erschwert worden, der die Flammen immer wieder angefacht habe, erklärt der Feuerwehr-Pressesprecher.

In Laer brannte ein Bauernhaus.

In Laer brannte ein Bauernhaus. Foto: Marion Fenner

Ein wenig schwierig habe sich außerdem die Wasserversorgung gestaltet. Zunächst sei diese mit einem Pendelverkehr durch mehrere Löschfahrzeuge vor allem von den Feuerwehren aus Altenberge und Steinfurt sichergestellt worden.

Schlauchleitung

Zeitgleich habe die Feuerwehr Altenberge mit ihrem Spezialfahrzeug SW 2000 eine rund einen Kilometer lange Schlauchleitung bis zur Aa gelegt. Diese habe jetzt auch genügend Wasser geführt, so Höner. Im Einsatz waren des Weiteren zwei Drehleitern, damit die Flammen und später auch die Glutnester gezielt von oben bekämpft werden konnten. In den nicht einsturzgefährdeten Teil des Wohnhauses seien einige Einsatzkräfte unter Atemschutz für weitere Löscharbeiten hineingegangen.

Glutnester

Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Nur der Wirtschaftsteil habe gerettet werden können. „Es ist ein massiver Schaden entstanden“, war der Pressesprecher sicher. „Das, was die Flammen nicht zerstört haben, hat das Wasser gemacht“, sagte Höner. Glück im Unglück sei gewesen, dass bei diesem Brand besonders viele Feuerwehrleute einsatzbereit waren. „Das liegt zum einen am Homeoffice zu Zeiten der Corona-Pandemie und zum anderen an den Osterferien“, ist Höner überzeugt. Die meisten Feuerwehrleute konnten nach gut drei Stunden wieder abrücken.

Eine Brandwache blieb noch über Nacht, um weitere Glutnester zu löschen. Zur Brandursache konnte die Polizei am Montagabend noch keine Auskunft geben. Dort hieß es: „Die Ermittlungen dauern an.“

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