Polizei gibt Tipps
48 Wildunfälle innerhalb einer Woche

Kreis Steinfurt -

In nur einer Woche hat es im Kreis Steinfurt 48 Wildunfälle gegeben. Deshalb informiert die Polizei jetzt darüber, wie solche Zusammenstöße zu vermeiden sind - und was Autofahrer nach einem Unfall tun müssen.

Sonntag, 19.04.2020, 14:55 Uhr
Polizei gibt Tipps: 48 Wildunfälle innerhalb einer Woche
Im Frühjahr kommt es vermehrt zu Wildunfällen. Foto: dpa (Symbolbild)

Innerhalb einer Woche hat es im Kreis Steinfurt insgesamt 48 Wildunfälle gegeben. "Glücklicherweise zogen diese Unfälle nur Sachschäden hinter sich", berichtet die Polizei in einer Mitteilung.

Besonders bei den derzeit steigenden Temperaturen seien die Rehe oft "kopflos", begründen neue Reviere und laufen dabei über die Straße. Verkehrsteilnehmer in gefährdeten Bereichen sollten vorsichtig und bremsbereit fahren, informiert die Polizei. Dies gelte insbesondere für Bereiche, die mit dem Verkehrszeichen Wildwechsel gekennzeichnet sind.

Polizei gibt Tipps

Rehe sind dämmerungsaktiv, das heißt, dass besonders in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung am Abend mit Wildwechsel zu rechnen ist. Wer mit Fernlicht unterwegs ist, sollte angesichts eines Rehes auf der Fahrbahn sofort abblenden.

Im grellen Scheinwerferlicht stehen die Tiere wie hypnotisiert da und bewegen sich nicht von der Stelle. Aufgeschreckte Tiere können aber auch tagsüber plötzlich aus dem Wald auftauchen.

Was bei einem Unfall zu tun ist

Ist es zu einem Unfall gekommen und das Wild ist tot, dürfen Verkehrsteilnehmer dies auf keinen Fall "zum eigenen Verbrauch" mit nach Hause nehmen. Sie sind dazu verpflichtet die Polizei zu benachrichtigen. "Sie dürfen auf keinen Fall einfach weiterfahren, auch, wenn am Fahrzeug kein Schaden zu erkennen ist", heißt es von der Polizei weiter.

Angefahrene Tiere, wenn sie nicht sofort tot sind, erhalten einen Adrenalinstoß, der sie auch verletzt weiterlaufen lässt. Später liegen die Tiere oft hilflos im Wald und verenden dort qualvoll. Die Beamten informieren dann den Jagdausübungsberechtigten, der sich um das verletzte Tier kümmert.

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