Kirmes auf dem Busparkplatz
„Mega-Funpark“ war ein Erfolg: gut 10.000 Besucher an acht Tagen

Telgte -

Gut 10.000 Besucher wurden an den beiden Kirmes-Wochenenden auf dem Busparkplatz gezählt. Die Schausteller äußerten sich nach dem Ende der Veranstaltung sehr zufrieden. Und auch das städtische Ordnungsamt zog eine positive Bilanz des achttägigen Events.

Mittwoch, 16.09.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 20:18 Uhr
Am Montagabend endete die Kirmes. Am Dienstagmittag waren nur noch einige Lastwagen und Anhänger auf dem Busparkplatz zu sehen.
Am Montagabend endete die Kirmes. Am Dienstagmittag waren nur noch einige Lastwagen und Anhänger auf dem Busparkplatz zu sehen. Foto: Stefan Flockert

Die Schausteller sind von der schnellen Truppe: Die Karussells sind abgebaut und von dem Kirmestreiben, das an zwei Wochenenden in Telgte stattfand, ist bis auf ein paar Lkw nichts mehr zu sehen. Dass das Ganze ein Erfolg war, daran lässt Philipp Heitmann , Sprecher der Schausteller, im Gespräch keinen Zweifel.

Gut 10.000 Besucher seien insgesamt gekommen, und zudem habe es unglaublich viele positive Rückmeldungen gegeben. Viele Familien hätten die Veranstaltung und den Ablauf gelobt, unter anderem, dass es kein Gedränge gegeben habe, zudem die Tatsache, dass ein Alkoholverbot geherrscht habe. „Das ist insgesamt bei den Besuchern sehr gut angekommen“, sagt der Schausteller, dessen Familie bereits seit 1947 regelmäßig – normalerweise auf der Mariä-geburtsmarkt-Kirmes – zu Gast ist.

Auch finanziell scheint sich die Idee gelohnt zu haben. „Wir als Beschicker waren froh, nach langer Zeit den Besuchern wieder Kirmesvergnügen bieten zu können“, sagt Heitmann. Und statt vieler „Sehleute“, die sonst überwiegend zum Gucken und zum Treffen von anderen Personen kämen, sei bei der Veranstaltung die Kundschaft gekommen, die Interesse am Kirmesvergnügen habe und auch den einen oder anderen Euro auf dem Platz gelassen habe.

Kirmesvergnügen trotz Corona-Auflagen

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  • Kirmes in Telgte

    Foto: Bernd Pohlkamp
  • Kirmes in Telgte

    Foto: Bernd Pohlkamp
  • Kirmesvergnügen auch für die kleinen Besucher auf dem umzäunten Kirmesgelände auf dem Busparkplatz.

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  • Vergnügen im Kinderkarussell

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  • Kirmesvergnügen im Crazy Dancer trotz Corona-Auflagen und Mundschutz

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  • Breakdancer, Kirmesvergnügen trotz Corona

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  • Auch die jungen Gäste mussten sich am Eingang zum Kirmesgelände anmelden und erfassen lassen.

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  • Dosenwerfen

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  • An vielen Stellen wird auf dem Kirmesgelände darauf hingewiesen, dass der nötige Abstand einzuhalten ist. Popcorn, Mandeln, Süßigkeiten.

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  • Schausteller freuen sich, dass sie trotz Auflagen eine Kirmes durchführen können.

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  • Kirmes in Corona-Zeiten, Mundschutz im Autoscooter

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  • Kirmes unter Corona-Hygienbestimmungen in Telgte. Strenge Kontrollen am Eingang.

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  • Kirmes in Corona-Zeiten in Telgte, Musikexpress, Fahrgeschäft, Maskenpflicht in den Fahrgeschäften

    Foto: Bernd Pohlkamp

Abschließend lobt der Sprecher der Schausteller die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Telgte. „Wir fühlen uns hier stets gut aufgehoben“, sagt er.

Ähnlich sieht das Telgtes Ordnungsamtsleiter Thomas Riddermann , der ebenfalls ein positives Fazit zieht. „Wir sind sehr zufrieden, dass genau das Publikum dort war, das wir ansprechen wollten“, erklärt Riddermann. „Ich habe bei meinen Besuchen viele junge Familien gesehen. Und auch Jugendliche. Alle haben sich sehr positiv geäußert.“

Froh ist er, dass es keine Vorkommnisse gegeben hat, die Polizeieinsätze nötig gemacht hätten. Auch das Alkoholverbot habe sicherlich dazu beigetragen, dass der „Mega-Funpark“ zu einem Erfolg werden konnte. Der von den Schaustellern engagierte Sicherheitsdienst habe die Gäste nicht nur am Eingang sondern auch auf dem Gelände selbst darauf kontrolliert. Niemand sei auffällig geworden. Die Security habe zudem dafür gesorgt, dass sich auch wirklich nie mehr als 700 Gäste auf dem eingezäunten Gelände befunden hätten.

Was den Ordnungsamtsleiter auch freut, ist, dass die Schausteller endlich wieder eine Kirmes veranstalten konnten. „Ich hoffe, dass nun auch bei ihnen wieder Normalität einkehrt.“ Viele von ihnen zögen jetzt weiter nach Nordwalde, wo ein Pop-Up-Freizeitpark geplant ist.

Kirmes im Münsterland

Ahlen: Die nächste Pop-up-Kirmes öffnet vom 2. bis 11. Oktober auf dem umzäunten Kirmesplatz in Ahlen. 1000 Besucher dürfen zeitgleich kommen, es gelten strenge Hygieneregeln.
Dülmen: Dreifaltigkeitskirmes und Viktorkirmes fallen aus.
Emsdetten: Die Herbstkirmes ist abgesagt, Lichterfest und Sternschnuppenmarkt stehen auf der Kippe.
Greven: Die Kirmes ist ersatzlos ausgefallen.
Gronau: Es gab Überlegungen zu einer Pop-up-Variante als Ersatz für die ausgefallene Kirmes – aber dann gingen die Infektionszahlen wieder in die Höhe.
Havixbeck: Rund 30 Schausteller waren vom Ausfall der Kirmes im Juli betroffen. Überlegungen zu Alternativen wurden nicht angestellt.
Ibbenbüren: Nahe der Autobahn gab es bis Ende August einen Pop-up-Jahrmarkt.
Neuenkirchen: Die Kirmes ist ersatzlos ausgefallen.
Nottuln: Der Martinimarkt wurde abgesagt. Alle hoffen, dass der Markt 2022 zum 400-jährigen Bestehen wieder in gewohnter Weise stattfinden kann.
Nordwalde: Die Kirmes fällt aus. Dafür soll es an zwei Wochenenden einen Pop-up-Freizeitpark auf dem Gelände eines Event-Veranstalters geben. Die Genehmigung vom Kreis Steinfurt steht noch aus.
Steinfurt: In Steinfurt-Borghorst sind Sommerkirmes und Muffenmarkt abgesagt. Gleiches gilt für die Burgsteinfurter Kirmes.

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