Verkaufsoffen: Verdi klagt
„Sonntags nicht mehr Geld auf dem Konto“

Warendorf -

Gaby Beuing vom Verdi-Bezirk Münsterland hätte sich gewünscht, wenn die Stadt Warendorf im Vorfeld das Gespräch mit der Gewerkschaft gesucht hätte. Jetzt klagt Verdi gegen den Erlass der Stadt und die damit für Fettmarktsonntag (18. Oktober) und den zweiten Adventssonntag (6. Dezember) vom Rat der Stadt Warendorf beschlossenen Sonntagsöffnungszeiten.

Dienstag, 15.09.2020, 15:26 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 09:45 Uhr
Nun hat Verdi auch die verkaufsoffenen Sonntage in Warendorf ins Visier genommen und klagt.
Nun hat Verdi auch die verkaufsoffenen Sonntage in Warendorf ins Visier genommen und klagt.

Was Gaby Beuing vom Verdi-Bezirk Münsterland wurmt: „Immer wird auf die böse Gewerkschaft Verdi gehauen, dabei sollte die Landesregierung mal klar definieren, was sie unter Großveranstaltungen in Corona-Zeiten versteht. Grundsätzlich dürfen Großveranstaltungen bis 31. Dezember nicht stattfinden.“

Und dann ist sie auch schon beim Thema: „Der Erlass der Stadt Warendorf, noch zwei verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr durchzuführen, entspricht nicht der Rechtsprechung. Die Ladenöffnungen sind rechtswidrig.“

Beuing hätte sich gewünscht, dass die Stadt im Vorfeld das Gespräch mit der Gewerkschaft gesucht hätte. Jetzt klagt Verdi gegen den Erlass der Stadt und die damit für Fettmarktsonntag (18. Oktober) und den zweiten Adventssonntag (6. Dezember) vom Rat beschlossenen Sonntagsöffnungszeiten.

Ein verkaufsoffener Sonntag, so die Verdi-Generalsekretärin, sei nur möglich, wenn durch einen entsprechenden Anlass auch Besucherströme in die Stadt kommen. Der verkaufsoffene Sonntag während der Bundeschampionate, die ohne Besucher stattfand, so Beuing, hätte nie stattfinden dürfen, eine Untersagung kommt aber für die Gewerkschaft zu spät. „Mitglieder haben sich bei uns beschwert, dass ohne Anlass in Warendorf ein verkaufsoffener Sonntag stattfand, während in andren Städten des Münsterlandes die Läden zubleiben mussten.“

Und Beuing widerlegt das Argument, zusätzliche Einkaufssonntage könnten durch Corona verloren gegangene Umsätze wieder ausgleichen: „Kein Verbraucher hat Sonntag mehr Geld auf dem Konto als werktags.“

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