7-Tages-Inzidenz über 50
Risikogebiet: Diese Regeln gelten jetzt im Kreis Borken

Kreis Borken -

Der Kreis Borken ist das zweite Risikogebiet im Münsterland. Am Mittwoch meldet das Landeszentrum Gesundheit NRW einen Inzidenzwert von 50,1. Gemäß der Coronaschutzverordnung treten ab Donnerstag neue Maßnahmen im Kreis in Kraft. [mit Video]

Mittwoch, 21.10.2020, 10:43 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 15:52 Uhr
7-Tages-Inzidenz über 50: Risikogebiet: Diese Regeln gelten jetzt im Kreis Borken
Foto: dpa (Symbolbild)

Es hatte sich angedeutet, am Mittwoch gibt es Gewissheit: Seit Mitternacht gilt auch der Kreis Borken als Risikogebiet. Die 7-Tages-Inzidenz überschreitet nun auch die zweite Warnschwelle und liegt bei 50,1. Jetzt gilt nach dem Kreis Warendorf schon der zweite Münsterland-Kreis als Risikogebiet.

Video in Kooperation mit dem WDR :

Folgende Regeln gelten damit ab Donnerstag (22. Oktober):

· Maskenpflicht am Sitz- und Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen und sonstigen Veranstaltungen und bei Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen – darüber hinaus wird überall dort, wo der Mindestabstand von 1,50 m nicht eingehalten werden kann, das Tragen einer Maske dringend empfohlen – das gilt insbesondere für die Fußgängerzonen.

· Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino usw.) auf 100 Personen ab Samstag (24.10.), wenn kein besonderes Konzept beim Gesundheitsamt vorgelegt wurde (damit wäre sonst eine Teilnehmerzahl bis 500 im Freien bzw. 250 Innenraum möglich).

· Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen u.ä.) auf maximal fünf Personen oder wie bisher Personen aus zwei häuslichen Gemeinschaften oder ausschließlich Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Eheleute, Lebenspartner.

· Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie für den gleichen Zeitraum ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol.

· Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feste aus herausragendem Anlass auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum (z. B. Gaststätten). Zudem wird dringend empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken.

Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern

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  • Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Konkret vereinbarten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten dies . . .

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  • MASKENPFLICHT:

    In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

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  • PRIVATE FEIERN:

    In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben.

    Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden. In NRW gilt bislang bei einer Inzidenz von 50 eine Höchstgrenze von 25 Gästen.

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  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:

    Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert. Die bisherige Regelung in NRW sieht eine Reduzierung auf fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten vor.

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  • SPERRSTUNDE:

    Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

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  • VERANSTALTUNGEN:

    Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes. In NRW gilt für diese Hotspots bislang eine Höchstgrenze von 500 (draußen) bzw. 250 Teilnehmern (in Innenräumen).

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  • BEHERBERGUNGSVERBOTE:

    Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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Am Freitag (23. Oktober) soll der Krisenstab des Kreises Borken zusammenkommen, um über die neue Lage zu beraten und erforderlichenfalls weitere Maßnahmen auf den Weg bringen.

Landrat Dr. Zwicker bittet die Bürgerinnen und Bürger im Kreis um Verständnis für diese Einschränkungen. Gleichzeitig appelliert er, dass alle ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu haben. Jeder Einzelne sei gefordert, sich achtsam zu verhalten und Kontakte zu reduzieren. Dazu zähle vor allem, sich konsequent an die "AHA+L-Regel" – Abstand, Hygiene, Alltagmaske und Lüften – zu halten.

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